Vorth-Brücke: An die Zukunft denken

Bei der Sanierung der Vorth-Brücke wird auch an zukünftig anfallende Wartungsarbeiten gedacht, informiert Martin Hempel (li.). Notwendige Voraussetzungen dafür werden durch die derzeit durchgeführten Maßnahmen geschaffen.

WERDOHL - Bei der Sanierung an der Vorth-Brücke wird gleichzeitig auch schon an Arbeiten gedacht, die zukünftig an der Brücke anfallen werden. Die Maßnahmen, für die an diesem Wochenende eine halbseitige Sperrung der Brücke erforderlich ist, dienen dazu, eine Wartung in Zukunft ermöglichen zu können.

In den mittleren Brückenunterbau wurde daher am Freitag mit einem schweren Kernbohrgerät ein Loch mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern gebohrt. In dieses Loch soll am Montag ein Stahlträger eingelassen und verbetoniert werden. „Er dient dazu, einen Auflagepunkt für Hydraulikpressen zu schaffen, die bei Wartungsarbeiten angesetzt werden müssen“, erklärte Tiefbauamtsleiter und Bauingenieur Martin Hempel.

Mit Hilfe von Hydraulikpressen werde der Brückenaufbau im Millimeterbereich angehoben, wenn irgendwann einmal Gleitlager im Unterbau ausgetauscht werden müssen. Die Gleitlager dienen dazu, die Schwingungen auszugleichen, die durch den Fahrzeugverkehr auf der Brücke üblicherweise entstehen.

Aus Belastungsgründen ist während der Durchführung der Arbeiten eine halbseitige Sperrung der Vorth-Brücke erforderlich. Der Verkehr wird mit einer Ampelschaltung geregelt.

Laufen die Arbeiten nach Plan, wird die Sperrung am Mittwoch wieder aufgehoben werden können, so die Information von Martin Hempel. Dann sei der Beton ausgehärtet, was bei den kalten Temperaturen etwas länger dauere.

Voraussichtlich in zwei Wochen, so rechnet Hempel, wird die Sanierung des Mittelpfeilers abgeschlossen werden können. „Dann haben wir es geschafft, bevor es noch richtig kalt wird.“

Etwa 230 000 wurden für die Instandsetzung des mittleren Pfeilers veranschlagt, die Kosten für die gesamte Sanierungsmaßnahmen an der Vorth-Brücke belaufen sich auf 470 000 Euro. - Simone Benninghaus

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