Platzmangel

Vorstandsbeschluss: Das erwartet die Werdohler Schützen 2020

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Die Band Marathon spielte am Freitagabend im Festzelt. Mit der Auswahl der Bands zeigten sich die Schützen nicht wirklich zufrieden.

Werdohl - „Es war ein gutes Fest“, bilanzierte Andreas Schreiber das 189. Werdohler Schützenfest. Samstags seien so viele Gastvereine im Zelt gewesen, „dass mehr einfach nicht unterzubringen wären“, freute sich der Schützen-Chef. Folglich habe der Vorstand einen Beschluss gefasst.

„Es war ein gutes Fest – am Anfang mit leichten Schwächen, hinterher umso berauschender“, bilanzierte Andreas Schreiber das 189. Werdohler Schützenfest. Der Vorsitzende des Werdohler Schützenvereins sprach damit den meisten Teilnehmern der Meckersitzung am Donnerstagabend im Restaurant Haus Werdohl aus dem Herzen.

Von den knapp 30 Anwesenden gab es bei der anschließenden Aussprache keine anderslautenden Wortmeldungen. Vor der Diskussion ging Schreiber jedoch auf die Schützenfesttage im Einzelnen ein. Der Freitag sei stimmungsvoll mit der Kranzniederlegung gestartet. Die Band Marathon habe aber bei der anschließenden Zeltparty einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen.

Die Musiker hätten immer wieder gute Stimmung gemacht, diese aber mit zu vielen und zu langen Pausen sowie mit einer unglücklichen Liedauswahl auch stets wieder zunichte gemacht.

Viele Gastvereine am Samstag

Samstags seien so viele Gastvereine im Zelt gewesen, „dass mehr einfach nicht unterzubringen wären“, freute sich Schützen-Chef. Folglich habe der Vorstand beschlossen, im kommenden Jahr das Zelt zu vergrößern.

Kritisch merkte Schreiber an, dass es beim Kommers sowie beim Großen Zapfenstreich zu unruhig im Zelt gewesen sei. Die Sänger der Partyband Up2Date hätten zudem „Probleme bei anspruchsvollen Songs“ gehabt, rundete er sein Fazit für den zweiten Festtag ab. Geschäftsführer Thomas Reiche konkretisierte: „Die waren einfach grottenschlecht.“ Ein Kuriosum dominierte bei der Rückschau auf den Sonntag.

Die Plettenberger Regenten waren zum Frühschoppen gekommen, bevor sie weiter zum Schützenfest nach Iserlohn reisen wollten. Offenbar gefiel es ihnen aber an der Lenne derart gut, dass sie blieben und schlussendlich am Abend zu den letzten Gästen im Zelt gehörten, wie Schreiber strahlend erzählte. In Iserlohn hatten die Schützen aus der Nachbarstadt kurzerhand abgesagt. Schreiber lobte die Ex-Regenten Heike Pries und Thomas Reiche: „Der Kindertanz am Sonntagnachmittag war super inszeniert.“

Zum Montag hatte der Ober-Schütze nur noch knapp zu sagen: „Da lief alles gut: Der DJ war super, die Party war gut, das Feuerwerk war toll.“ Dann verdunkelte sich seine Mine und er fügte hinzu: „Zur Kirmes sage ich mal nichts. Meine Worte wären eh die gleichen wie in den Jahren zuvor.“ Geschäftsführer und Ex-König Reiche übernahm dann und bilanzierte ebenfalls ein gelungenes Fest.

Sein Abschied als Regent mit dem prachtvollen Umzug am Sonntag sei „sehr stark besucht“ gewesen, freute er sich. Besonders hob er hervor, „wie viele neue Mitbürger“ den Schützen entlang der Zugstrecke zugejubelt hätten. In seiner Funktion als Geschäftsführer freute ihn der Umsatz von 61,5 Hektolitern Bier.

Außerdem habe das 189. Werdohler Schützenfest – ziehe man die Zweit-Eintrittskarten von Vereinsmitgliedern in die Betrachtung mit ein – einen kleinen Gewinn abgeworfen. Der neue Regent Volker Brahmsiepen klang, als er das Fest aus seiner Sicht Revue passieren ließ, immer noch ungläubig: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich König werde“, gestand er. Und er ergänzte: „Der Montag ist für mich wie im Film abgelaufen.“

Jadzewski jetzt 2. Geschäftsführer

Der vorherige Co-Geschäftsführer Detlef Heinz regte an, dass bei der Zeltparty künftig wieder mehr Augenmerk darauf gelenkt werden soll, dass die Musik von einer Lichtshow begleitet wird. Schreiber und Reiche versicherten, darüber im Vorstand nachdenken zu wollen.

Im Rahmen der Meckersitzung gab Oberschütze Schreiber zudem bekannt, dass der Vereinsvorstand Rüdiger Jadzewski kommissarisch zum 2. Geschäftsführer berufen hat.

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