„Umzug bereitet uns Sorgen“

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Bilden den Vorstand des Kleinen Kulturforums (von links): Annette Wolf (Pressewartin und Schriftführerin), Dr. Hans-Joachim Hultsch (1. Vorsitzender), Susanna Gräßer (Schatzmeisterin), Jürgen Hennemann (Kuratoriumssprecher), Petra Kullack (Geschäftsführerin) und Thomas Jung (Archivwart). ▪

WERDOHL ▪ Der für das kommende Jahr geplante Umzug des Kleinen Kulturforums in das erste Obergeschoss des Werdohler Bahnhofsgebäudes bereitet dem Vorsitzenden Dr. Hans-Joachim Hultsch und seinen Mitstreitern Sorgen. Dies wurde am Dienstag im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins in den Räumen an der Goethestraße deutlich.

Vor allem die Zusammenarbeit zwischen der Bäckerei Grote, die das Bistro in der Bahnhofshalle betreiben werde, und dem Kleinen Kulturforum, das das Foyer des altehrwürdigen Gemäuers für Großveranstaltungen nutzen wolle, sei noch nicht im Detail geklärt, bemängelte Hultsch. Die Frage einer möglichen Bestuhlung durch das Kleine Kulturforum sei ebenfalls noch nicht abschließend beantwortet. „So kann es nicht gehen. Da müssen wir den Finger in die Wunde legen“, sagte der Vorsitzende und kündigte an, das Gespräch mit Bürgermeister Siegfried Griebsch suchen zu wollen. Zudem bedauerte Hultsch in seinem Bericht, dass der Balkon des historischen Bahnhofsgebäudes nicht genutzt werden könne. Hultsch wies zudem darauf hin, dass die Mitglieder des Kleinen Kulturforums den Bahnhof derzeit nicht begehen könnten, weil dies zu gefährlich sei.

Schriftführerin und Pressewartin Annette Wolf berichtete den Mitgliedern von einem Treffen mit Bürgermeister Siegfried Griebsch, Bäcker Grote, Vertretern des Heimatvereins und den zuständigen Architekten Anfang Oktober. So erfuhr die Versammlung unter anderem, dass Deckensegel in der Bahnhofshalle für die richtige Akustik sorgen sollen und welche Pläne Karl-Heinz Grote für die Bahnhofsgastronomie hegt. Das neue Domizil des Kleinen Kulturforums sei 47 Quadratmeter groß und biete somit fast genauso viel Platz wie der Raum an der Goethestraße.

„Der Bahnhof bietet bessere Möglichkeiten, um Veranstaltungen vorzubereiten. Auch für Kunst-Ausstellungen sind die Räumlichkeiten dort besser geeignet“, sagte Hultsch. Der Vorstand mache sich derzeit Gedanken darüber, wie das Programm ausgeweitet werden könne. Er ist zuversichtlich, dass die Fachleute die Akustik im Foyer in den Griff bekommen werden. Die Befürchtungen eines Versammlungsteilnehmers, die Geräusche vorbeifahrender Züge könnten die Veranstaltungen stören, teilt Hultsch nicht. „Wir haben die Fahrpläne studiert“. Zu den Veranstaltungszeiten fahren keine Güterzüge und die Personenzüge sind so leise, dass man sie kaum hört“, so Hultsch.

Gute Neuigkeiten wusste er auch in Sachen Skulpturenpark zu berichten: „Wir denken darüber nach, den Park zu erweitern. Da wird sich was tun“.

Geschäftsführerin Petra Kullack, die im Laufe der Versammlung wiedergewählt wurde, ließ die bisherigen Veranstaltungen des Jahres 2012 Revue passieren und gab einen Ausblick. Für November sei noch eine Satire-lesung geplant. Im Dezember finde die traditionelle Kinderveranstaltung mit dem Bürgermeister statt.

„Wegen des bevorstehenden Umzuges haben wir die Investitionen in diesem Jahr zurückgestellt“, erklärte Schatzmeisterin Susanna Gräßer. Mit 132 Mitgliedern sei die Zahl der Unterstützer des Kleinen Kulturforums im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben, sagte Gräßer, der die beiden Kassenprüfer eine ordentliche Kassenführung bescheinigten.

Von Ute Heinze

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