Kinder frühzeitig für das Lesen begeistern

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Musiker Chris Kramer, der zuletzt auch in der Band von Peter Maffay spielte, erzählte 90 Drittklässlern die Geschichte „Der kleinen Mundharmonika“.

Werdohl - Zum bundesweiten Tag des Vorlesens am Freitag fanden auch in Werdohl besondere Aktionen statt, um den Nachwuchs bereits frühzeitig für das Lesen zu begeistern. Bürgermeisterin Silvia Voßloh las im Rathaus vor und Chris Kramer war in die Stadtbücherei gekommen.

Im Rahmen Kramers musikalischer Lesereise war die Stadt an Lenne und Verse bereits die 89. Station für den Bluesmusiker, der zuletzt auch in der Band von Peter Maffay spielte. 90 Drittklässlern der Grundschulen Kleinhammer und Königsburg erzählte Kramer „Die kleine Geschichte der Mundharmonika“. Um die Kinder aktiv daran teilhaben zu lassen, hatte Kramer neben der Mundharmonika noch viele andere Instrumente dabei. 

„Die Mundharmonika wirkt auf den ersten Blick oft klein und unscheinbar, dabei steckt in diesem Instrument so viel mehr, genau wie in jedem Menschen. Diese Botschaft möchte ich vermitteln und die Kinder dazu möglichst noch für die Musik begeistern“, sagte Kramer. 

Eine Botschaft wollte auch Bürgermeisterin Silvia Voßloh transportieren, als sie zwölf Kindern der Kindertagesstätte Gernegroß aus dem Bilderbuch „Als die Raben noch bunt waren“ vorlas. Darin ging es um die Themen Mobbing, Diversität und Rechthaberei. In dem Buch geht es um die Frage, welche Farbe eigentlich die richtige ist. Darüber geraten die Raben in Streit – unnötig, wie die Kinder meinten. Die Bürgermeisterin spann den Faden weiter und zeigte auf, dass es auch Menschen mit unterschiedlicher Haut- und Haarfarbe gebe, die trotzdem ohne Streit miteinander leben könnten. 

Vorlesestunde in der Dechenhöhle

Die Vorlesestunde bei der Bürgermeisterin war nur eins von mehreren Angeboten, die die Kita Gernegroß anlässlich des Vorlesetags machte. Eine Etage tiefer im Rathaus las Kita-Leitern Silke Wiederspahn-Hopmann einer größeren Gruppe von Kindern aus demselben Buch die Geschichte von den bunten Raben vor. Die ältesten Kinder der Einrichtung hörten eine Geschichte in der Dechenhöhle. 

Dahinter steckte das Konzept, an besonderen Orten vorzulesen. „Wir erhoffen uns davon, dass die Kinder die besondere Atmosphäre an diesen Orten mit dem Vorlesen und mit Büchern in Verbindung bringen und dann auch später öfter zum Buch greifen“, erklärte Wiederspahn-Hopmann.

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