1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Werdohl

Vorfreude an Schulen: Ab Freitag Ferien vom Corona-Alltag

Erstellt:

Von: Carla Witt

Kommentare

Kerstin Schuppener und Nadine Meermann (rechts), die Sekretärinnen der Albert-Einstein-Gesamtschule, organisieren die Corona-Tests für alle Klassen. Am Donnerstag wird zum letzten Mal in diesem Jahr getestet.
Kerstin Schuppener und Nadine Meermann (rechts), die Sekretärinnen der Albert-Einstein-Gesamtschule, organisieren die Corona-Tests für alle Klassen. Am Donnerstag wird zum letzten Mal in diesem Jahr getestet. © Witt, Carla

„Wir sehnen uns wohl alle die Ferien herbei und hoffen auf Ruhe, Erholung und Zeit mit der Familie.“ So beschreibt Schulleiter Sven Stocks die Stimmung an der Gesamtschule.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt nach wie vor den Alltag an den Werdohler Schulen, sie beschert Lehrkräften, Schulsekretärinnen und allen anderen Beteiligten Mehrarbeit – und zerrt an den Nerven.

Sven Stocks blickt dennoch optimistisch in die Zukunft. „Ich glaube nicht, dass es einen ausschließlichen Schullockdown geben wird – und gehe davon aus, dass wir am 10. Januar wieder mit dem Unterricht beginnen können.“ Einen erneuten kompletten Lockdown könne man angesichts der rasanten Entwicklung aber leider nicht völlig ausschließen.

Kraft tanken über die Feiertage

Doch zunächst stehen die Feiertage an, die auch viele Lehrkräfte dringend brauchen würden, um wieder Kraft zu tanken. „Viele sind nach fast zwei Pandemiejahren mit zusätzlichen Belastungen am Limit angekommen“, weiß er Schulleiter.

Um den Familien der Kinder und Jugendlichen an den Feiertagen möglichst viel Sicherheit bieten zu können, seien auch in dieser Woche noch drei Schüler-Testungen vorgesehen. „Am Montag, Mittwoch und Donnerstag. Die Tests finden jeweils in der ersten Schulstunde statt“, berichtet Stocks.

Fällt ein Test positiv aus, muss schnell gehandelt werden

Auch in der Werdohler Realschule wird an den genannten drei Tagen getestet. Das ist besonders mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage von Bedeutung: Sollte am 23. Dezember ein Schnelltest positiv sein, könne noch an diesem Tag ein PCR-Test terminiert werden, erklärte Kreispressesprecher Alexander Bange auf Anfrage der Redaktion. Voraussetzung dafür sei, dass das Gesundheitsamt bis spätestens mittags darüber informiert werde. Das Ergebnis liege dann am 24. Dezember vor – und so könne der betroffene Schüler im besten Fall doch noch einen unbeschwerten Heiligabend im Kreis seiner Familie verbringen.

Allerdings hofft Sven Stocks, „dass wir in dieser Woche kein positives Schnelltestergebnis mehr erhalten“. Mehrere Infektionen an einem Tag habe man schon seit längerer Zeit nicht mehr festgestellt. „Und aufgrund der Maskenpflicht muss ja in der Regel nur noch der positiv getestete Schüler selbst in Quarantäne“, berichtet Stocks. Etwas andere gelte nur dann, wenn der Betroffene nachweislich intensiveren Kontakt zu anderen Schülern hatte. „Wir erleben, dass die Schüler in dieser Hinsicht sehr ehrlich sind“, beschreibt der Schulleiter, und schildert ein Ereignis, dass sich vor etwa drei Wochen zugetragen habe: „Schüler haben gemeinsam einen Kindergeburtstag gefeiert. Danach war ein Test positiv, daraufhin mussten gleich mehrere Schüler in Quarantäne.“

Schulleiter legt mehrere Spätschichten ein

Realschulleiter Oliver Held hat in den vergangenen Tagen „die eine oder andere Spätschicht eingelegt“, damit jeder Schüler noch vor den Ferien ein iPad von der Schule erhält. Die Anschaffung der neuen Geräte konnte mithilfe von großzügigen Spenden von Werdohler Unternehmern realisiert werden.

Ob die Schüler die iPads möglicherweise benötigen, weil nach den Ferien das Homeschooling beginnen könnte, darüber möchte sich Oliver Held jetzt noch nicht zu viele Gedanken machen: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Lage bei uns so dynamisch ist, wie beispielsweise in Holland oder Großbritannien. Aber es hilft uns nicht weiter, unsere Ferien mit etwas zu beschweren, das wir weder voraussehen noch ändern können.“

Elternbrief verschickt

Sowohl Lehrer als auch Schüler und Eltern sollten die bevorstehenden Ferien zur Erholung nutzen, unterstreicht der Schulleiter auch im neuesten Elternbrief: „Damit wir innerlich zur Ruhe kommen und mit frischer Kraft im Januar durchstarten können, haben wir jetzt erst einmal Ferien.“ Es sei auf jeden Fall ratsam, mit Gelassenheit ins neue Jahr zu gehen, schreibt Oliver Held den Eltern: „Wahrscheinlich müssen wir uns gemeinsam auch auf die eine oder andere Überraschung innerlich vorbereiten, von der wir noch nichts wissen.“

Auch interessant

Kommentare