Dämpfer für WBG-Anträge im Ausschuss

Vorerst wohl keine sprechenden Mülleimer in Werdohl

Sprechende Mülleimer wie im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg wird es in Werdohl wohl vorerst nicht geben.
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Sprechende Mülleimer wie im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg wird es in Werdohl wohl vorerst nicht geben.

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) hat am Dienstag zwei Anträgen der WBG-Fraktion zugestimmt. Mindestens einer hat aber wohl nur geringe Chancen, auch tatsächlich zum Ziel zu führen.

Die WBG hatte beantragt, zu prüfen, ob im Stadtgebiet mithilfe von Mitteln aus Förderprogrammen einige Ladestationen für E-Bikes und Pedelecs errichtet werden können. WBG-Fraktionsvize Klas-Dieter Frick ergänzte den Antrag noch um den Hinweis, als Standorte möglichst solche Stellen auszuwählen, an denen Radfahrer Pausen machen. Das Rathaus beispielsweise eigne sich unter diesem Gesichtspunkt eher nicht so gut, meinte Frick.

Für Enervie kein lohnendes Geschäftsmodell

Der Ausschuss erteilte zwar der Verwaltung den Auftrag, die Möglichkeiten zur Errichtung von Ladestationen zu prüfen. Der Ausschussvorsitzende Jürgen Henke (SPD) dämpfte allerdings die Erwartungen, indem er auf eine zweieinhalb Jahre zurückliegende Auskunft verwies. Im Oktober 2018 hatte die Verwaltung schon einmal geprüft, ob der Energieversorger Enervie solche Ladestationen errichten könnte. Enervie hatte damals abgewunken. Das sei kein lohnendes Geschäftsmodell und es gebe eine hohe Diebstahlsgefahr, ist im Protokoll nachzulesen.

In einem zweiten Antrag hatte die WBG angeregt, die öffentlichen Mülleimer im Stadtgebiet mit Aufklebern zu versehen, die dazu animieren, die Tonnen auch zu benutzen. Andere Städte hätten damit gute Erfahrungen gemacht. Es gebe sogar sprechende Abfallbehälter, die aber wohl nur mit Fördermitteln zu finanzieren seien. Nach dem Willen des Ausschusses soll die Verwaltung auch diese Möglichkeiten prüfen, doch erneut bremste Henke, indem er an einen alten Beschluss erinnerte. Vor rund zwei Jahren sei entschieden worden, bei der Gestaltung der Vordächer an der Freiheitstraße und des Stadtmobiliars auf ein einheitliches Erscheinungsbild zu achten. Ob das dann mit dem Ziel des WBG-Antrags vereinbar ist, erscheint sehr fraglich.

Anträge werden erneut beraten

Wenn die Verwaltung das Ergebnis ihrer Prüfungen vorgelegt hat, wird über beide WBG-Anträge erneut zu beraten sein.

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