Vordächer in der Fußgängerzone werden teurer als erwartet

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Die Vordächer an der Freiheitstraße sind schwer heruntergekommen. Der Neuanstrich sollte erst 35 000 Euro kosten, weil die Vorarbeiten sehr aufwendig ausfallen werden, rechnet die Verwaltung eher mit 65 000 Euro.

Werdohl - Aufarbeitung und Anstrich der Vordächer, Laternen und Abfallbehälter in der Fußgängerzone der Freiheitstraße werden fast doppelt so teuer wie erwartet. 65 000 Euro statt der 35 000 Euro wird die Verschönerung der vergammelten Dächer kosten.

Dazu kommen 15 000 Euro für die Erneuerung der Elektroinstallation. Der Hauptausschuss stellte die Mittel am Montag bereit, begonnen werden soll noch in diesem Jahr. 

SPD-Ratsmitglied Andreas Späinghaus fasste seinen Eindruck laienhaft zusammen: „Ich dachte bisher, abschrubben und neu lackieren reicht.“ Fachbereichsleiter Thomas Schroeder räumte ein, dass man die Vorprüfung offensichtlich nicht intensiv genug ausgeführt habe. An manchen Stellen reiche sicher abschrubben und lackieren aus, aber eben nicht überall. 

An einigen Partien müsse die Lackierung bis auf die Verzinkung heruntergearbeitet werden. Die Farbe müsse in bis zu drei Arbeitsgängen abgebeizt werden, um die Verzinkung nicht zu beschädigen, das sei vom Aufwand der Arbeitszeit her am teuersten. Ein mechanisches Abschleifen sei nicht möglich, weil damit die Substanz der Träger geschädigt würde. 

Schroeder bat auch darum, die Mittelfreigabe für die Erneuerung der Strominstallation genehmigt zu bekommen. Um einen sauberen eisenglimmergrauen Anstrich zu erhalten, müsste die Installation ohnehin komplett abgenommen werden. 

Strominstallation wird komplett erneuert 

Die Installation von Kabeln und Anschlüssen sei 30 Jahre alt und immer wieder angeflickt worden. Nicht nur Anschlüsse für die Weihnachtsbeleuchtung seien angebracht, auch Verkabelungen für besondere Aktionen der Einzelhändler. Die Frage stelle sich angesichts des Aufwands, ob die alte Installation wieder angebracht werden soll oder ob sie – besser – erneuert werden könnte. Diese Erneuerung werde weitere 15 000 Euro kosten. Der Ausschuss sprach sich ohne Diskussion für eine Erneuerung aus. 

Weil die Zeit im Jahr schon weit fortgeschritten ist, genehmigte der Hauptausschuss diese Mittel per Dringlichkeitsentscheidung. Die Arbeiten seien extrem witterungsabhängig und sollen so bald wie möglich begonnen werden.

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