Kita Momo setzt auf Papilio-Programm

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Das Team des Familienzentrums und der Kita Momo steht hinter dem Präventionsprogramm. Mit der Umsetzung haben die Erzieherinnen bereits begonnen.

Werdohl - „Papilio ist für uns ein Hauptgewinn“, sagt Vaia Nasta. Die Leiterin des Familienzentrums und der Kita Momo am Heideberg schwärmt von dem Programm zur Vorbeugung gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt

„Papilio bietet uns für das, was wir den Kinder vermitteln wollen, das richtige Handwerkzeug“, sagt Nasta. Ziel des Programms ist es, die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder zu stärken. Um das zu erreichen, stehen die Erzieherinnen im Mittelpunkt: Sie können im Rahmen einer Fortbildung erfahren, wie sie ihr eigenes Erziehungsverhalten verbessern und ihre Schützlinge besser fördern können.

 „Helmut Wehn vom Verein Papilio und René Sadowski von der Drogenberatungsstelle Drobs waren bei uns. Es ging um Selbstreflexion, darum, wie wir Erzieherinnen in Konfliktsituationen verhalten“, erzählt Nasta. Die Referenten hätten dem Team ein gutes Zeugnis ausgestellt. „Wir sind auf einem guten Weg, um den Kindern zeigen zu können, wie man Konflikte lösen kann.“

Im Rahmen einer zweiten Schulung im vergangenen Monat stand die Frage im Mittelpunkt, wie Papilio im Alltag umgesetzt werden kann. „Als erstes haben wir daraufhin den Spielzeug-macht-Ferien-Tag eingeführt“, erklärt die Kita-Leiterin. Was zunächst nach einem reinen Instrument zur Förderung der Kreativität klingt, habe einen viel tieferen Sinn. „Einerseits sind an diesen Tagen Rollenspiele sehr beliebt, andererseits tauschen die Kinder ihre Rollen. Die, die sonst oft nicht ernst genommen werden, haben gute Spiel-Ideen und sind wichtig“, stellt Nasta fest. 

Als nächster Papilio-Baustein werden „Paula und die Kistenkobolde“ in der Kita Momo einziehen. Mit Hilfe von Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold, den Marionetten der Augsburger Puppenkiste, sollen die Kinder den Umgang mit ihren eigenen und den Gefühlen anderer Menschen lernen. Später soll das „Meins-deinsdeins-unser-Spiel“ dazu kommen, in dessen Rahmen dem Nachwuchs der Umgang mit sozialen Regeln beigebracht werden soll. 

Sind alle Bausteine in den Kita-Alltag integriert, erhält die Einrichtung nach eineinhalb Jahren ein Zertifikat. Nasta: „Genau darauf arbeiten wir für unsere Kinder und Familien hin.“

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