Volleyballer des TuS Versetal vor Neuanfang

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Auf den wiedergewählten Abteilungsvorsitzenden Manfred Klein wartet noch viel Arbeit.

WERDOHL ▪ Seine Enttäuschung über das Verhalten einiger Spielerinnen der Damen-Mannschaft konnte der Abteilungsvorsitzende des TuS Versetal, Abteilung Volleyball, Manfred Klein, während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend nicht verbergen. Ein Beispiel: Joanna Fiebrich, langjährige aber mittlerweile aus dem Verein ausgetretene Spielerin und eigentlich noch aktive Erste Geschäftsführerin der Abteilung, blieb der Versammlung fern. Im Gegensatz dazu nutzte Jenny Schmidt die Gelegenheit, sich offiziell zu verabschieden, weil sie eine neue sportliche Herausforderung sucht.

„Viele haben das sinkende Schiff verlassen“, meinte Manfred Klein zu den sechs Abgängen aus der Damen-Mannschaft, die aus der Landesliga abstieg und künftig in der Bezirksliga antreten soll. Sieben Spielerinnen, wovon noch zwei endgültige Zusagen vakant sind, sollen das Gerüst des Teams bilden. Christiane Heiber, Julia und Alica Klein, Laura Obermann und Melanie Scharpe stehen laut Klein definitiv zur Verfügung. Katharina Glingener und Miriam Lopatenko müssen erst noch abwarten, wo sie einen Studienplatz erhalten. Falls möglich, wollen sie das Heiber-Team aber nach Kräften unterstützen.

Weil der Verband mindestens acht Spielerinnen voraussetzt, ist der TuS Versetal gezwungen, sich nach Verstärkungen umzuschauen. Aus der Jugend-Mannschaft, die Falk Metzler trainiert, könnte das eine oder andere Talent zum Aufgebot stoßen. Spielerinnen aus der Damen-Hobby-Mannschaft der Abteilung wären eine weitere Option. Auch sie haben signalisiert, dem Bezirksligisten zu helfen. „Wir werden die Mannschaft auf keinen Fall abmelden. Denn dann müssten wir ganz unten wieder anfangen. Das ist keine Option, weil dann noch mehr Talente verloren gingen“, erklärte der Abteilungsleiter. „Wir haben unsere Fühler in alle Richtungen ausgestreckt. Aus Mühlenrahmede könnten zwei Spielerinnen zu uns stoßen. Ihnen hat das Training von Andreas Heiber gut gefallen“, gibt Manfred Klein die Hoffnung nicht auf, im Versetal weiterhin attraktiven Volleyball anbieten zu können. Eine Voraussetzung dafür ist am Freitagabend während der Versammlung geschaffen worden: Ein intakter Vorstand. Manfred Klein wurde als Vorsitzender bestätigt, Sabine Klein übernahm den Posten der Geschäftsführerin.

Neben der Damen-Hobby-Mannschaft hat die Abteilung nun auch eine Männer-Hobby-Mannschaft. Diese war bisher der Turnabteilung zugeordnet und wurde nun den Volleyballern übertragen.

Licht und Schatten traten in den Berichten des Sport- und des Jugendwartes zutage. Sportwart Andreas Heiber berichtete von den Diskrepanzen innerhalb der Damen-Mannschaft und mit dem Trainer im Laufe der Saison und gab zu, seinen Rücktritt angeboten zu haben. Heiber hofft, für die Bezirksliga eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen zu können. Positives hatte Jugendwart Falk Metzler zu berichten, der mittlerweile 25 Nachwuchsspielerinnen trainiert und guter Dinge ist, bald wieder verstärkt Wettkampfmannschaften bilden zu können. Zudem trage die Kooperation mit der Albert-Einstein-Gesamtschule erste Früchte.

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