Volles Haus bei „The Mystical Dance of Ireland“

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Die beiden Hauptprotagonisten auf dem Parkett, Megan McElhatton und Christopher McSorley, in ihrem Element.

WERDOHL - Zum letzten Mal hob sich am Donnerstagabend der Vorhang im Festsaal am Riesei für eine Veranstaltung im Rahmen der Kulturbogenreihe. Wären alle anderen Veranstaltungen auch so gut besucht gewesen wie die Stepp-Show „The Mystical Dance of Ireland“, die Stadtverwaltung hätte den Rotstift wohl nicht zücken müssen.

Von Markus Jentzsch

Nur vereinzelt waren noch Plätze frei – ein würdiger Rahmen für ein ebenso temporeiches wie mit gefühlvollen Passagen gespicktes Tanz- und Musikspektakel.

Stepptanz in Vollendung wird gleichermaßen mit Irland in Verbindung gebracht wie Guinness, grüne Ländereien und rothaarige Menschen. Das besondere Flair dieser außergewöhnlichen Insel brachte das Ensemble unter der Flagge der Konzertdirektion Landgraf ihrem Werdohler Publikum in beeindruckender Manier näher.

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"The Mystical Dance of Ireland"

Das Parkett der Bühne sah sich in regelmäßigen Abständen mit einem Trommelwirbel fliegender Füße konfrontiert – dirigiert von den beiden Hauptprotagonisten Megan McElhatton und Christopher McSorley. Sie führten eine „Tanzgarde“ der irischen Art an: mit relativ ruhigen Oberkörpern aber umso flinkeren Beinen. Das Publikum war begeistert, hatte es so eine Show in dieser Art und Perfektion im Kulturbogenprogramm nur äußerst selten gegeben. Wie sehr die Show gefielt, war direkt am langanhaltenden und intensiven Applaus ablesbar.

Zwischen den faszinierenden Tanzstücken, die das schauspielerische Spektrum von Liebe bis Konfrontation mühelos abbildeten, bekam das Publikum ein akustischen Verwöhnprogramm geboten. Das musikalische Ensemble stand den Tänzern in seiner Güte in nichts nach. Von schwachem Streiflicht mystisch in Szene gesetzt, spielten sich die Musiker geschickt ins Rampenlicht – als Kollektiv oder Solisten, flankiert von der Sängerin Ciara Daly.

Zwei Stunden lang setzten die Vollblut-Künstler ihre Fans unter Starkstrom, die Mühe hatten ihre Füße still zu halten und den Rhythmus nicht automatisch mitzuklatschen. Eine Prise mehr Interaktion hätte der Show noch die gewisse Extra-Würze verpasst. Aber unterm Strich bleibt nur das Fazit: Die kulturbegeisterten Menschen wollen mehr Events dieser Klasse und Art geboten bekommen.

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