Volles Haus beim „Tag der Instrumente“ in Werdohl

Die passende Größe, die richtige Haltung: Irmhild Haastert und ihre Kollegen an der Musikschule erklärten immer wieder mit viel Geduld den Umgang mit dem Instrument, oft assistiert von schon geübten Musikschulkindern.

WERDOHL ▪ Trommeln, Flöten, Posaune, Geige – ein buntes Klangkonzert war am Samstagvormittag in der Musikschule Lennetal zu hören. Aus allen Räumen drangen die Töne ins Treppenhaus. Nicht immer ganz gerade, aber das war nicht so schlimm. Denn am Samstag stand das Ausprobieren im Mittelpunkt.

Der „Tag der Instrumente“ bot den Kindern aus Werdohl und Neuenrade die einmalige Gelegenheit, sich nach Herzenslust an den verschiedensten Instrumenten zu erproben. Da den richtigen Ton zu treffen, war nicht immer ganz einfach – wenn denn überhaupt einer herauskam. Bei der Querflöte beispielsweise kommt es auf die richtige Haltung, die genaue „Pustetechnik“ an. „Ich hätte nie gedacht, dass das so schwierig ist“, stellte da nicht nur die kleine Nadine fest. „Es dauert oft ein bis zwei Wochen, bis es klappt“, machte Irmhild Haastert, Lehrerin für Querflöte und Klavier, immer wieder Mut. Maresa und Leonie nickten dazu. Die beiden spielen schon seit längerem und standen am Samstag als „Assistentinnen“ bereit, bei der ersten Begegnung mit der Querflöte zu helfen.

So wie die beiden Mädchen waren in fast allen Räumen schon erfahrene Nachwuchsmusiker vertreten, um die Lehrkräfte bei der Beratung der vielen Besucher zu unterstützen. Die zogen von Instrument zu Instrument und hatten viel Spaß dabei. Streichinstrumente, Gitarre, Quer- und Blockflöte, Blechblasinstrumente, Klavier, Keyboard, Klarinette, Saxophon, Fagott und Schlagwerk: Da fiel die Wahl manchmal schwer und die Wunschlisten der kleinen Musiker wurden mitunter von Station zu Station länger.

Entscheiden müssen sie sich aber irgendwann, denn der Tag war vor allem auch für die Erstklässler der Werdohler und Neuenrader Grundschulen gedacht, die in den kommenden Wochen ihre Wahl für den Musikunterricht im Rahmen des Projektes „Jedem Kind ein Instrument“ treffen müssen. Im Mai oder Juni werde feststehen, was an welcher Schule angeboten werden könne, erklärte Andrea Waesch, zuständig für die Kooperation von Musikschule und Schulen, den Eltern. Der Instrumentalunterricht wird dann nach den Sommerferien während des Unterrichts in kleinen Gruppen starten.

Und sollte nun ausgerechnet das Wunschinstrument des Kindes an der Schule nicht angeboten werden, empfahl Andrea Waesch den Unterricht an der Musikschule. Der Spaß an der Musik, den die Kinder am Samstag beim Ausprobieren hatten, ist es auf jeden Fall wert, gefördert zu werden. An den kommenden Wochenenden wird die Musikschule Lennetal in Altena und Plettenberg ihre Instrumente vorstellen.

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