Volksbank und Sparkasse setzen voll auf Sicherheit

Bürgermeister Griebsch (l.) war prominentester Gast im Publikum gestern in der Stadtbücherei.

WERDOHL ▪ Einen lehrreichen und informativen Abend erlebten am Mittwoch die Teilnehmer der 13. Auflage der Werdohler Gespräche des Kulturvereins in der Stadtbücherei. Die Vorstände von Volksbank und Sparkasse, Josef-Werner Schulte und Kai Hagen, stellten sich vor allem als vertrauenswürdige Partner der regionalen Kundschaft dar. Gewarnt wurde vor jeglicher Art des Risikos und der Spekulation.

Beide Banker stellten bei nahezu jeder von AEG-Schulleiter Heinz Rohe gestellten Frage fest, wie inhaltlich nahe sie sich stehen. Besonders Schulte positionierte sich gegen das Geschäftsmodell von Privatbanken, in dem er sich gegen die von der Bundesregierung geplante Bankenabgabe stellte: „Das ist reine Schaumschlägerei.“ Die Kunden der Volksbank müssten Jahrzehnte sparen, um zum Beispiel die Stützung der Commerzbank durch die Bundesregierung wieder hereinzubekommen.

Wie am Rande der Veranstaltung bekannt wurde, war vom Vorstand des Kulturvereins auch die in Werdohl ansässige Commerzbank zu einer Teilnahme auf dem Podium angefragt worden. Letztlich saßen aber nur Schulte und Hagen ihren Zuhörern gegenüber.

Während Schulte die Volksbank als genossenschaftlichen Verbund im Eigentum der Mitglieder darstellte, erklärte Hagen die Sparkasse als öffentlich-rechtliche Institution. Die Sparkasse gibt Erträge an die Kommunen als Eigner weiter, die Volksbank schüttet Dividende an die Mitglieder aus. Die Bankenkrise sei der Eurokrise vorausgegangen, wurde festgestellt. Beide Häuser betonten, dass sie nicht unter der Bankenkrise gelitten hätten, im Gegenteil sei 2009 sehr gut abgeschlossen worden. Sparkasse und Volksbank setzten auf solide und risikoarme Anlage- und Kreditformen ausschließlich in der Region. Beide Unternehmen signalisierten dauerhafte Stabilität, Sicherheit für die Kunden stehe dabei an erster Stelle. Schulte war sogar der Meinung, dass nach der Banken- und Wirtschaftskrise momentan ein nachhaltiger Aufschwung einsetze.

Von Volker Heyn

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