Volksbank pflanzt auf Kyrill-Fläche 3300 Bäume

Bürgermeister Siegfried Griebsch, Stefan Ohrmann als Direktor Privatkunden der Volksbank in Werdohl, Revierförster Frank Bossong und Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank (v.l.) beendeten die Pflanzaktion. ▪ Fraune

WERDOHL ▪ Wenn der Vorstandsprecher der Volksbank im Märkischen Kreis während der Arbeitszeit das feinere Schuhwerk gegen Gummistiefel wechselt, muss ein besonderer Anlass vorliegen. Und um einen solchen handelte es sich heute . Gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Griebsch, ebenfalls mit Gummistiefeln im Wald unterwegs, pflanzte Karl-Michael Dommes einen Baum. Einen von insgesamt 3300 im Waldbereich Werdohler Landwehr – symbolisch für jedes Mitglied der Volksbank in Werdohl.

Die besondere Aktion soll zeigen, dass zwar jeder der baut, auch in der Stadt bleibt. Doch: „Wer einen Baum pflanzt, bleibt länger“, erklärte Vorstandssprecher Dommes. Trotz des Zusammenschlusses der Volksbanken in Meinerzhagen, Lüdenscheid und der Volksbank im Märkischen Kreis sei das Unternehmen weiter in den Ortschaften verwurzelt. Und dies unterstreiche die Pflanzaktion. Für die insgesamt 36 500 Mitglieder wird die gleiche Anzahl an Bäumen gesetzt, 9500 wurden schon in die Erde gebracht.

Als „gelebtes Stadtmarketing“ bezeichnete Bürgermeister Griebsch die Aktion. „Eine prima Sache“, bedankte er sich bei der Volksbank. „Ich bin froh über jede Firma, jedes Institut und jede Bank, die sich zu ihren Wurzeln bekennt.“ Viele kleine Dinge würden etwas Großes ergeben, ergänzte Dommes zum Stichwort Ökologie.

Revierförster Frank Bossong hat vor allem diesen Aspekt im Blick. Für die Aktion ausgewählt hatte er eine vom Sturm Kyrill und später vom Sturm Xynthia betroffene Waldfläche. Das knapp ein Hektar große Areal sei mit relative gutem Boden ausgestattet – doch zwischenzeitlich ohne Bäume. Auch angesichts des Klimawandels setzt der Revierförster hier nun auf Laubholz. So wurden vom vergangenen Donnerstag bis Samstag insgesamt 1300 Rotbuchen, 1300 Bergahorne, 450 europäische Lärchen sowie 250 Roterlen gepflanzt. Dabei waren zehn Arbeiter im Einsatz. Den offiziellen Pflanzakt erledigten an der Stadtgrenze zu Neuenrade der Volksbank-Vorstandssprecher, Bürgermeister und Revierförster symbolisch mit einer Rotbuche.

Der Aspekt Nachhaltigkeit kam dabei ebenfalls zur Sprache. „Wald ist immer eine Generationensache“, betonte Bossong. Es werde sicher zehn Jahre dauern, bis sich eine geschlossene Fläche ergeben würde. Damit beantwortete der Förster die Frage von Stefan Ohrmann, Direktor Privatkunden der Volksbank in Werdohl. Dieser hofft, bald in einem Wald, der seinen Namen zurecht trägt, laufen zu können – dann wohl mit Wanderschuhen statt mit Gummistiefeln. ▪ Marco Fraune

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