Kita-Garten wird Vogelparadies

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Jetzt wächst noch der Bienenfreund im Kita-Garten. Doch schon bald sollen hier Vogelschutz- und -nährgehölze gepflanzt werden. Uwe Bettelhäuser (links), Ingo Wilmes und Birgit Nörthemann stellen die Planung vor.

Werdohl  - Im neu angelegten Garten neben der Kita Gernegroß soll eine Vogelschutz-Hecke gepflanzt werden.

Mittlerweile sieht man dem blau-violetten Blütenmeer die fortgeschrittene Jahreszeit an. Vor vier Wochen waren die Sommerblumen im neu angelegten Garten der Kita Gernegroß aber noch der Anziehungspunkt für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Ingo Wilmes, Geschäftsführer der Wilmes Garten- und Landschaftsbau GmbH in Werdohl, und seine Mitarbeiter haben die Böschung im Mai mit Phacelia – auch Bienenfreund genannt – eingesät. 

In circa vier Wochen soll nun die endgültige Bepflanzung erfolgen. Mit 800 Pflanzen – Vogelschutz- und -nährgehölzen – wird der schmale Hang mit seinen insgesamt 900 Quadratmetern bestückt. „Ende Oktober, Anfang November legen wir los, wenn die Vegetationsruhe eingesetzt hat“, sagt Ingo Wilmes. 

Birgit Nörthemann, die Leiterin der Kindertagesstätte Gernegroß, ist begeistert von der Idee, die Böschung mit Traubenkirsche, Apfelrose, Weißdorn, Kornelkirsche und Co. zu bepflanzen: „Das passt ideal zu uns und zu unserem Konzept.“ Nicht nur, dass die Kinder in der Hecke demnächst Vögel aus der Nähe beobachten könnten und ihnen die Natur auf diese Weise näher gebracht werden könne. „Wir nehmen schließlich am Projekt Öko-Profit teil. Gerade mit Blick darauf, passt eine solche Bepflanzung optimal zu uns“, sagt die Kita-Leiterin.

Birgit Nörthemann bedankt sich bei Ingo Wilmes, der der Stadt Werdohl preislich sehr entgegengekommen sei: „Ansonsten wäre das viel zu teuer geworden und wir hätten auf Bodendecker zurückgreifen müssen.“ Auch Bauhof-Chef Uwe Bettelhäuser habe sich für die Pflanzung Vogelschutz-Hecke stark gemacht, unterstreicht die Kita-Leiterin. 

Wilmes und Bettelhäuser sind nicht nur vom ökologischen Nutzen der ausgewählten Gehölze überzeugt. „Die Hecke bietet auch ‘was fürs Auge. Und auch mit Blick auf die Folgekosten ist sie ideal“, stellt der Gartenexperte fest. In den ersten Jahren nach der Pflanzung müsse die Fläche zwischen den junge Gehölzen lediglich freigemäht werden. „Später, wenn die Pflanzen größer sind, ist dann überhaupt keine Pflege mehr erforderlich“, erklärt Wilmes. Im kommenden Jahr könne man zudem noch auf den Bienenfreund hoffen: „Wir lassen die abgemähten Pflanzen als Mulchdecke liegen. Auf diese Weise werden auch Samen verteilt, der dann wieder keimen kann.“

Übrigens: In circa vier Wochen dürfen die Kindergartenkinder voraussichtlich erstmals den Garten erobern. Sobald die Schaukeln hängen und alle Spielgeräte unter anderem mit Fallschutz so gesichert sind, dass die Mädchen und Jungen sie gefahrlos nutzen können, kann es losgehen. „Wir werden die Restarbeiten in Angriff nehmen, sobald es die Witterung zulässt. Dann können die Spielgeräte freigegeben werden“, versichert Uwe Bettelhäuser.

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