Abschied am Sonntag 

Vikarin Köntopp verlässt Werdohl und geht ins Ruhrgebiet

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Christine Köntopp begann ihre praktische Ausbildung in Werdohl im Januar 2018. Ab April arbeitet sie als Pfarrerin im Probedienst in Castrop-Rauxel.

Werdohl - Zweieinhalb Jahre Vikariat in Werdohl sind für Christine Köntopp Ende des Monats vorbei: Am Sonntag wird die Theologin im Gottesdienst in der Friedenskirche verabschiedet.

Die evangelische Landeskirche von Westfalen entsendet sie in den Probedienst in die Gemeinde Castrop-Rauxel im Kirchenkreis Herne. 

Christine Köntopp, gebürtige Hemeranerin, wurde im Oktober 2016 als Vikarin der evangelischen Kirchengemeinde Werdohl vorgestellt. Sie war nach ihrem Abitur für ein diakonisches Jahr nach London gegangen, wo sie sich in zwei Gemeinden in der Jugendarbeit engagierte. Ihr Theologie-Studium absolvierte sie im niedersächsischen Krelingen, in Leipzig und in Mainz, anschließend leitete sie zwei Jahre lang ein Studienhaus für Theologie-Studenten in Mainz. 

In Hemer aufgewachsen

Köntopp ist in Hemer aufgewachsen und wurde katholisch getauft, ihre Mutter war katholische Ehrenamtlerin, ihr Vater evangelischer Presbyter. Schon mit 16 habe sie sich so von Gott beschenkt gefühlt, dass ihr klar geworden sei, dass sie dieses Geschenk später im Berufsleben an die Menschen weitergeben wolle. Ihren theologischen Standpunkt formulierte sie zu Beginn ihres Vikariats so: „Eine herzliche Jesusfrömmigkeit – darum geht es, würde ich sagen.“ 

Wer den Beruf des Pfarrers oder der Pfarrerin in der evangelischen Landeskirche von Westfalen anstrebt, muss zunächst einmal das erste theologische Examen bestehen. Nach der zweieinhalbjährigen praktischen Ausbildung in einer Kirchengemeinde – dem so genannten Vikariat – ist das zweite theologische Examen fällig. Diese Prüfung hat Köntopp vor wenigen Wochen beim Landeskirchenamt in Bielefeld erfolgreich abgelegt. Das zweite Examen ist anspruchsvoll und besteht aus insgesamt neun Prüfungen in Pädagogik, Gottesdienst, Seelsorge und anderen praktisch-theologischen Disziplinen. 

In Werdohl besuchte sie zuerst ein halbes Jahr lang die Albert-Einstein-Gesamtschule im Rahmen eines verkürzten Referendariats als Religionslehrerin. 

Ganz bewusste Entscheidung für Werdohl

Bei Pfarrer Dirk Grzegorek zu lernen, sei eine ganz bewusste Entscheidung der vorübergehenden Werdohlerin gewesen – sie habe sich für den Kirchenkreis und konkret für die Gemeinde interessiert. Zwei Jahre arbeitete sie in allen Aufgabenbereichen der Gemeinde mit. 

Man kann davon ausgehen, dass sich Köntopp auch ihre neue Aufgabe im Kirchenkreis Herne mit ausgesucht hat. Nach dem Vikariat ist in der Evangelischen Landeskirche von Westfalen ein zweijähriger Probedienst vorgesehen, erst danach ist die Person anstellungsfähig.

Zwei der drei Pfarrer der Paulus-Kirchengemeinde Castrop werden Ende des Jahres 2019 in den Ruhestand gehen, nur eine der beiden Pfarrstellen soll neu besetzt werden. Köntopp wird am Sonntag, 7. April, zum ersten Mal in Castrop predigen.

Christine Köntopp wird am Sonntag, 17. März, im Rahmen des um 10.30 Uhr beginnenden Gottesdienstes in der Friedenskirche gesendet und gesegnet. Beim anschließenden Empfang können sich die Gemeindeglieder von ihr persönlich verabschieden.

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