Kita Gernegroß: Der Umbau hat begonnen

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Die ehemalige Nasszelle im Erdgeschoss soll in einen Schlafraum für die Jungen und Mädchen verwandelt werden. Daniel Ständer von der Firma Freitag ist mit Rohbauarbeiten beschäftigt. ▪

WERDOHL ▪ Dort, wo ab dem kommenden August die Jungen und Mädchen mit ihren Rutsch-Autos, die langen Flure der Kita Gernegroß entlang flitzen werden, sind derzeit die Handwerker beschäftigt.

Vier Firmen sind an verschiedenen Stellen der einstigen Roten Schule im Einsatz. Kümmern sich um die Bereiche Elektro, Sanitär und Kanaluntersuchung und sind im Erdgeschoss und teilweise auch im Untergeschoss mit Rohbauarbeiten beschäftigt.

„Im Untergeschoss entstehen Personalräume, Mehrzweckräume und Technikräume“, erklärt Peter Erwig von der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement. Auch ein separater Personaleingang vom Kirchenpfad sei geplant. Ein gehöriger Aufwand muss laut Erwig für die Raumakustik in dem alten Gemäuer betrieben werden: „Wir haben jetzt eine Nachhallzeit von mehr als zwei Sekunden. Ziel ist eine Nachhallzeit von 0,5 und 0,6 Sekunden zu erreichen,“ sagt Peter Erwig und blickt durch die großen Fenster auf den einstigen Schulhof: „Die Fläche wird komplett für die Außenspielfläche freigeräumt,“ weiß der Verwaltungsmitarbeiter. Die Landschaftsarchitekten hätten bei der Planung aus dem Vollen geschöpft. Mehr will Erwig allerdings noch nicht verraten. Schließlich sollen die Pläne zuerst der Politik im Jugendhilfeausschuss im Januar vorgestellt werden.

„Die reinen Umbaukosten, die für die Verwandlung der Roten Schule in die Kita Gernegroß fällig werden, belaufen sich laut Erwig auf 1,55 Millionen Euro. Die Inneneinrichtung sei in dieser Summe noch nicht enthalten. Ende Juni sollen die Arbeiten in dem Gebäude abgeschlossen sein. „Dann rückt der Inneneinrichter an, damit die Kita Gernegroß pünktlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahres eröffnet werden kann,“ sagt Erwig.

Im Erdgeschoss sollen zwei Gruppenräume für die Unter-Dreijährigen entstehen. Sanitär- und Pflegeräume sind für die Kleinen auf dieser Etage ebenso vorgesehen, wie Ruhe- und weitere Gruppenräume.

Das erste Obergeschoss ist für die Ü3-Kinder reserviert. Neben einem Sanitärbereich sind auch hier zwei Gruppenräume mit den dazugehörigen Nebenräumen geplant. „Auch der zentrale Koch- und Essbereich befindet sich später in der zweiten Etage“, sagt Erwig und fügt hinzu: „Die Nieschen, die jetzt noch die einzelnen Klassenräume begrenzen, werden geöffnet, um für möglichst viel Licht in den Räumen zu sorgen.“ Zum Teil würden auch nichttragende Trennwände eingezogen, um die großen Räume zu teilen.

Die Böden bleiben weitgehend erhalten. „Diese werden gespachtelt und bekommen eine neue Oberfläche, wie beispielsweise Teppich,“ berichtet Peter Erwig. Die Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss sowie die weiteren Räume, die sich auf dieser Etage befinden, bleiben unangetastet.

Der Eingangsbereich werde hingegen komplett neugestaltet: Ein Windfangbereich, die Brandmeldezentrale und der Empfangsbereich werden hier untergebracht.

Mit einer Solaranlage auf dem Dach soll das Wasser erwärmt und die Räume geheizt werden. Die Fenster können laut Erwig zum größten Teil drin bleiben. Ein Teil werde allerdings umverglast.

Peter Erwig ist es vor allem wichtig, den alten Charakter des zwischen 1890 und 1910 erbauten Gebäudes zu erhalten. Er ist sich sicher: „Es wird in Nordrhein-Westfalen keine Kita geben, die ein solches Raumangebot bieten kann“. Auf rund 1100 Quadratmetern sollen hier ab dem kommenden Spätsommer die Jungen und Mädchen betreut werden.

Bisher laufen die Arbeiten nach Plan. Erwig: „Wir haben noch keine bösen Überraschungen erlebt. Wir haben hier eine völlig andere Bausubstanz als im Bahnhof. Die Rote Schule ist offenbar massiver gebaut. Obwohl schon Horden von Kinder durch das Gebäude gelaufen seien, gebe es kaum Verbrauchsspuren und auch keine Risse in den Deckenunterseiten. Für die Neugestaltung des Eingangsbereiches müssen fünf Meter tief ausgeschachtet werden. „Mal sehen, was uns da erwartet,“ sagt Peter Erwig und zeigt auf die Fassade. Die werde gereinigt und neu gestrichen.

Von Ute Heinze

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