Vielleicht gibt's mehr Automaten

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Wahrscheinlich muss die Stadt noch weitere Parkautomaten anschaffen.

WERDOHL - In den letzten Tagen vor dem Start des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes feilt Rolf Prange von der Stadtverwaltung weiter an den Feinheiten. Möglicherweise müssen noch weitere Parkscheinautomaten aufgestellt werden.

Ein Problem hat sich jetzt an der Brüderstraße aufgetan. Ein Automat steht auf dem Parkplatz an der Jahnturnhalle, und der ist auch nur auf dem Parkplatz selbst gut zu sehen. Dieser Apparat ist aber theoretisch für die ganze Brüderstraße „zuständig“. Parkt jemand an den ersten Häusern am Eingang der Brüderstraße, so wird er zwar durch ein Schild erkennbar auf die Parkscheinpflicht hingewiesen, kann aber unmöglich den einige hundert Meter weit entfernt stehenden Automaten finden. Rolf Prange, auf die Situation angesprochen: „Das ist korrekt.“ „Theoretisch“ müssten auf die Strecke der Brüderstraße noch zwei weitere Parkscheinautomaten aufgestellt werden. „Ich glaube aber nicht, dass im unteren Bereich der Brüderstraße viele Leute einen Parkschein brauchen werden“, so Prange. Die Gottesdienstbesucher werden zu Zeiten parken, in denen keine Parkscheinpflicht besteht. Und etwaige Besucher der Anwohner könnten ja auf den entfernt stehenden Automaten hingewiesen werden. „Vielleicht wollen wir da auch einen ordnenden Effekt erzielen“, so Prange. Also: Gedanken genug hat sich der Mann gemacht, jetzt müssten ab Januar erstmal Erfahrungen mit der Situation gemacht und dann eventuell nachgebessert werden.

An der Rudolfstraße und am Köstersberg werde es auch keine Parkscheinautomaten für Kurzzeitparker geben, so Prange.

Eine weitere Frage im Laufe des Anmeldeverfahrens tauchte jetzt bei den Anwohnern auf, die eine weiter entfernte Garage besitzen und doch auch in ihrer Straße quasi vor dem Haus parken wollen. Es gebe Leute, die durchaus bereit seien, die Kosten für Garage und Anwohnerparkausweis gleichzeitig zu bezahlen. Die Satzung sieht aber vor, dass ein privater Stellplatzbesitzer keinen Anspruch auf einen Anwohnerparkausweis hat. Prange: „Wir werden im Einzelfall im Zuge einer Zumutbarkeitsregelung individuelle Lösungen finden.“

Prange hat sich auch schon weitere Gedanken gemacht, die Kosten für die Bewirtschaftung in Grenzen zu halten. Zum Beispiel will er einen teuren Wartungsvertrag für die Automaten vermeiden. Am Bauhof hat er einen „Trainingsapparat“ aufgebaut, den er nach eigenen Angaben „fast blind“ auseinandernehmen und zusammensetzen kann. So will er die meisten Reparaturen an den Geräten selbst vornehmen. Einige relevante Ersatzteile hat er auch schon bestellt, so dass der „Trainingsapparat“ jetzt abgebaut werden kann und an der Mittelstraße aufgestellt wird.

Das Auftragsvolumen der Stadt gibt ingesamt 40 Automaten her. Durch eine gute Preisgestaltung kommt Prange jetzt an einen Automaten zum Preis von 2860 Euro. „Normal kostet so ein Gerät mindestens 1000 Euro mehr.“

Von Volker Heyn

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