Mit vielen Facetten

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Stücke von der Klassik bis hin zur neueren Zeit waren in der Stadtbücherei zu hören. ▪

WERDOHL ▪ Einen aus musikalischer Sicht facettenreichen Auftakt boten am Samstag die Musiker des Märkischen Zupforchesters zum Auftakt der städtischen Stadtparkkonzertreihe – die Melodien erklangen allerdings nicht unter freiem Himmel, sondern in der Stadtbücherei. An die 30 Zuhörer genossen ein etwa einstündiges Programm mit Stücken von der Klassik bis hin zur neueren Zeit.

Die harmonisch leicht wirkenden Klänge der Sonate VI von Valentin Roeser stimmten die Zuhörer nicht nur auf das Konzert, sondern auch auf die beginnende Frühlingszeit ein. Fröhlichkeit verströmte auch „The Second Waltz“ aus der Jazz-Suite Nr. 2 von Dimitri Schostakowitsch, das spätestens seit André Rieu für viele kein unbekanntes Stück mehr ist, wie die Zuhörer vom Moderator der Veranstaltung erfuhren. Den weichen, tragenden Klänge folgte schließlich ein kompletter Stilwechsel – das Märkische Zupforchester stimmte La Cucaracha, ein mexikanisches Volkslied, an. Die Rumba-Klänge ließen südamerikanische Lebensgefühl durch die Adern fließen. Im Kontrast dazu lud „River flows in you“ von Yiruma mit seiner ruhigen Tonfolge wieder zu mehr Besinnlichkeit ein. Mit einem großen Klanggemälde, das die Geschichte vom Kampf japanischer Bauern mit der Natur im Frühherbst erzählt, läutete das Märkische Zupforchester das Ende des ersten Stadtparkkonzertes ein. In „The Song of Japanese Autum“ verkörpern die Gitarren prasselnden Regen, der sich steigert, Wind kommt hinzu, doch zum Ende beruhigen sich die Naturgewalten wieder – zum abschließenden Andante fällt nur noch leichter „Gitarren-Regen“.

Die Reihe der Stadtparkkonzerte wird am 14. Mai ab 15.30 Uhr auf dem Brüninghausplatz weitergeführt. Dann wollen das Tambourcorps sowie die Männerchöre Lenne-Verse und Verse-Ahetal für Kurzweil sorgen. ▪ sr

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