Kleiner Piks offenbart Ernährungsgewohnheiten

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Viele Werdohler besuchten gestern die Stadt-Apotheke und ließen sich ihren Blutzuckerwert kontrollieren. ▪

WERDOHL ▪ Ein kleiner Piks offenbarte die Ernährungsgewohnheiten der Werdohler. „Wir in Werdohl gegen Diabetes“ lautete diesmal das Motto des Gesundheitstages. In der Stadt-Apotheke und in einer Reihe von Arztpraxen wurden dabei kostenlose Blutzuckertests durchgeführt.

Dass die Aktion auf großes Interesse stieß, konnte Ulla Fay, die Leiterin der Stadt-Apotheke, feststellen. Viele Werdohler kamen in ihre Apotheke, um ihren Zuckerwert kontrollieren zu lassen. Erfreulich: Bei den meisten war er „im grünen Bereich“ – so auch bei Renate Laskowska. „Ich achte schon etwas auf die Ernährung“, sagt sie und ist froh, dass der Check keine Nachkontrollen erforderlich macht. Ist der Wert zu hoch, wird er auf einer Karte notiert, die Apotheker raten dann zu einer ärztlichen Überprüfung. Allerdings: In den Zuckerwerten zeigen sich beispielsweise auch die Frühstücksgewohnheiten. So wie bei Christel Stirnberg: Die beiden Brötchen mit Quark und Marmelade spiegeln sich vermutlich auch im Messwert wider. Sonst greife sie eher zu dunklem Brot, meint die Werdohlerin, die ebenso wie ihr Mann Erich auf eine bewusste Ernährung achtet. „Durch unseren Garten sind wir teilweise auch Selbstversorger“, sagen sie.

Dass Ernährung ein wichtiges Thema ist, weiß auch Ulla Fay. Leider habe Diabetes auch bei Jüngeren in den letzten Jahren zugenommen. Durch eine entsprechende Ernährung könne man zumindest bei der Erkrankung am Typ B wieder normale Werte erreichen.

Am Gesundheitstag beteiligten sich auch die AOK, die Württembergische Versicherung bot Sauerstoffsättigungstests an und im Hörmobil von Hörgeräte Köttgen wurden Hörtests durchgeführt. Über die Resonanz zeigte sich auch Andreas Teschner, Leiter des Selbsthilfezentrums Märkischer Kreis Süd, erfreut. „Ich habe einige Gespräche führen können“, berichtete er. Viele Leute wüssten gar nicht, dass es eine zentrale Stelle gebe, die bei Fragen nach Selbsthilfegruppen weiter helfen könne. Auch über Diabetes-Selbsthilfegruppen habe er informieren können. - Simone Benninghaus

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