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Viele Straßen sind „auf“: Eine Million Euro teure Sanierungsliste vorgelegt

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Von: Volker Griese

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Die Baustelle Am Reißberg: Laut Beschilderung dürfen nur Linienbusse den Bereich passieren.
An vielen Straßen im Stadtgebiet könnten im nächsten Jahr Sanierungsarbeiten durchgeführt werden – wenn die Politik grünes Licht gibt. (Symbolfoto) © Heyn, Volker

Die Stadt Werdohl könnte im nächsten Jahr rund 1,155 Millionen Euro für Straßensanierungen ausgeben. Diese Zahl nannte Martin Hempel, der Leiter der Tiefbauabteilung und des Baubetriebshofes, in der jüngsten Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses. Wie viel Geld am Ende wirklich investiert wird, ist aber noch offen.

Werdohl ‒ Hempel stellte dem Ausschuss mögliche Sanierungsprojekte im Jahr 2023 vor, damit die Politiker demnächst mit diesen Informationen in ihre Haushaltsplanberatungen gehen können. Gut möglich also, dass das eine oder andere Vorhaben noch dem Rotstift zum Opfer fallen wird.

In einigen Fällen wolle die Stadt aber auch ohnehin notwendige Kanalbaumaßnahmen zum Anlass nehmen, um auch die Fahrbahnen zu erneuern, sagte Hempel.

Ein Beispiel dafür ist die Fahrbahnsanierung der Oststraße, mit kalkulierten 250.000 Euro gleichzeitig die teuerste Maßnahme auf der Liste. Ebenfalls einen sechsstelligen Betrag könnte die Stadt in die Fahrbahnsanierung Am Wiemen investieren. Auch dort steht eine Sanierung des Kanals an, weshalb sich dann eine Sanierung des rund 60 Meter langen Teilstückes ab der Einmündung in die Hardtstraße anbiete, erläuterte Hempel diese mit 100.000 Euro kalkulierte Maßnahme.

Mit rund 60.000 Euro würde wohl die Fahrbahnsanierung der Sommerstraße zu Buche schlagen, die ebenfalls in Verbindung mit einer Kanalsanierung durchgeführt werden könnte, nach Hempels Ansicht aber auch wirklich notwendig ist: „Die Sommerstraße ist definitiv auf“, beschrieb er den schlechten Zustand mit kurzen Worten.

„Es ist sinnvoll, die Fahrbahn komplett zu erneuern“, sagte Hempel auch über den Finkenweg, wo ebenfalls eine Kanalsanierung anstehe. Das würde 45.000 Euro kosten.

Wo die Stadt Straßen ohne vorhergehende Kanalsanierung erneuern könnte, handelt es sich fast ausnahmslos um kleinere Maßnahmen. Ein Beispiel dafür ist der Verbindungsweg an der Christuskirche, wo die Sanierung der Treppenanlage zwischen dem Parkplatz an der Kirche und dem evangelischen Gemeindehaus mit 25.000 Euro zu Buche schlagen dürfte. Diesen Auftrag hat die Stadt sogar schon vergeben.

Die Sanierung des Fußwegs zwischen Schulstraße und Mittelstraße, in dessen Verlauf die alten Bäume dort durch neue ersetzt und die Treppenanlage barrierefrei umgebaut werden soll, ist nach Hempels Worten eine der Maßnahmen, die nur nach Möglichkeit durchgeführt werden sollen. Mit 30.000 Euro steht sie aber erst einmal auf der To-do-Liste für 2023.

Gleiches gilt für die Sanierung der Pflasterfläche im Kurvenbereich vor dem Bahnhof. Die solle, so Hempel „wenn möglich“, im nächsten Jahr für rund 25.000 Euro durchgeführt werden. Und auch kleinere Umbaumaßnahmen des Gehwegs im Versetal zur Förderung des Radverkehrs gehören zu den „Kann-Maßnahmen“ – Kostenpunkt: rund 25.000 Euro.

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