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Viele Ideen: So wollen Werdohler ihre Innenstadt wiederbeleben

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Von: Carla Witt

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Zur Auftaktveranstaltung „Revitalisierung der Innenstadt“ waren etwa 60 Werdohler gekommen. Jetzt liegt die Auswertung der Ergebnisse vor.
Zur Auftaktveranstaltung „Revitalisierung der Innenstadt“ waren etwa 60 Werdohler gekommen. Jetzt liegt die Auswertung der Ergebnisse vor. © Witt, Carla

Vor einigen Wochen trafen sich etwa 60 Werdohler, um zu überlegen, wie die Innenstadt revitalisiert werden kann. Jetzt liegen die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung vor.

Werdohl – „Wir würden uns freuen, wenn jetzt noch viele Interessenten dazu kämen“, unterstreicht Werdohls Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs. Die Rede ist von den sechs Arbeitsgruppen, die sich mit der Revitalisierung der Werdohler Innenstadt beschäftigen. Diese können bald in die Arbeit einsteigen: Die Auswertung der Ergebnisse der Auftaktveranstaltung liegt jetzt vor.

Etwa 60 Werdohler waren der Einladung der Verantwortlichen der Stadt gefolgt: Sie hatten sich am 23. März in der Aula der Realschule getroffen, um Ideen für die Wiederbelebung ihrer Stadt zu sammeln. „Die Ergebnisse und Projektideen aus der Auftaktveranstaltung lassen sich in sechs Gruppen zusammenfassen. Diese Projektideen möchten wir mit Ihnen gemeinsam in Kleingruppen ausarbeiten, um deren Umsetzung voranzutreiben“, schreibt Bürgermeister Andreas Späinghaus den Teilnehmern der Auftaktveranstaltung, die bereits Interesse an einer weiteren Mitarbeit bekundet haben. Diese Werdohler – aber auch weitere Interessierte – sollen nun bis zum 29. Mai mitteilen, ob sie in einer der Projektgruppen mitarbeiten möchten. „Selbstverständlich können Sie gerne auch bei mehreren Projektgruppen mitmachen“, unterstreicht Späinghaus.

Die erste Projektgruppe beschäftigt sich mit dem Thema „Kunst & Kultur in leer stehender Immobilie“. Denkbar sei, dass in einem solchen Objekt Ausstellungen stattfinden oder Aktionen durchgeführt werden. „Dies kann angelehnt an den Kunst- und Kulturaktionstag aus dem Jahr 2016 erfolgen“, heißt es in der Zusammenfassung der Ergebnisse.

Eine weitere Idee, die während der Auftaktveranstaltung zur Sprache kam und die weiterverfolgt werden könnte, ist die Überlegung, einen Leerstand für die Schaffung multifunktionaler Räume zu nutzen: Vereine, Gruppen oder die Volkshochschule könnten diese nutzen; auch ein Repair-Café könnte dort stattfinden. Darüber hinaus sei auch die Anmietung einer Bürger-Küche denkbar, in der Koch- oder Backkurse sowie multikulturelle Veranstaltungen stattfinden könnten.

Sobald eine solche Projekt-Idee steht, werden wir uns um die Finanzierung bemühen.

Andreas Haubrichs, Wirtschaftsförderer der Stadt Werdohl

Die „(Wieder-)Belebung“ des Ludwig-Grimm-Parks könnte in einer weiteren Projektgruppe vorangetrieben werden. Während der Auftaktveranstaltung hieß es, der Park solle insbesondere aufgrund seines historischen Hintergrundes wieder mehr ins das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden. Mögliche Maßnahmen: Das Aufstellen einer Informationstafel zu Ludwig Grimm, die Aktivierung des Kornmann-Brunnens und weitere Aufwertungsmaßnahmen.

Die Verschönerung und Aufwertung der Innenstadt bietet ein umfangreiches Betätigungsfeld für eine weitere Projektgruppe. Sitzgruppen als Orte der Ruhe und Erholung, „mobiles Grün“ oder verschönerte Stromkästen könnten dazu beitragen. Das Ausleihen von Liegestühlen könnte ermöglicht werden, ebenso die „Essbare Innenstadt“ mit Salat und Gemüsebeeten. Insgesamt soll in dieser Projektgruppe die Sauberkeit und die Verschönerung der Innenstadt im Vordergrund stehen.

Die fünfte Gruppe soll sich mit der Etablierung zeitlich begrenzter Veranstaltungen in der Innenstadt beschäftigen. Beispiele dafür seien etwa Flohmärkte, ein Auto-Kino oder andere Veranstaltungen.

Die Stärkung der heimischen Gastronomie, beispielsweise durch die Einrichtung eines gemeinsamen Lieferdienstes, steht im Fokus der sechsten Projektgruppe. Auch Konzertveranstaltungen könnten als Projektideen von den Gastronomen weiterverfolgt werden, lautete das Fazit der Teilnehmer der Auftaktveranstaltung.

Sobald alle Rückmeldungen zur Bildung der Teams eingegangen sind, sollen innerhalb der Gruppen Termine gefunden werden, die möglichst viele Interessierte wahrnehmen können. Die Teams sollen die Ideen vertiefen und daraus umsetzbare Projekte entwickeln. „Sobald eine solche Idee steht, werden wir uns um die Finanzierung bemühen“, erklärt Andreas Haubrichs. Denn erfahrungsgemäß müsse längst nicht alles aus den insgesamt 570 000 Euro finanziert werden, die die Stadt aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ des Heimatministeriums NRW erhalten hat. „Es gibt oftmals noch andere Fördertöpfe, auf die man zurückgreifen kann“, erklärt Haubrichs. Die Mitarbeiter der Stadt Werdohl seien diesbezüglich gut informiert und im regelmäßigen Austausch.

Mitmachen

Werdohler, die Interesse daran haben, in einer der Arbeitsgruppen mitzuwirken, können sich bis zum 29. Mai an Raphael Bachmann, Tel. 0 55 51 /5 89 05 21, von der Planungsgruppe Puche wenden – oder eine E-Mail an innenstadt@werdohl.de senden.

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