1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Werdohl

Neues Feuerwehrhaus: Elf Büros wollen das Projekt planen

Erstellt:

Von: Volker Griese

Kommentare

Im Feuerwehrgerätehaus an der Neustadtstraße ist mittlerweile einfach zu wenig Platz für die Fahrzeuge. Deshalb soll am Grasacker ein neues Domiizil für den Löschzug Stadtmitte entstehen.
Im Feuerwehrgerätehaus an der Neustadtstraße ist mittlerweile einfach zu wenig Platz für die Fahrzeuge. Deshalb soll am Grasacker ein neues Domiizil für den Löschzug Stadtmitte entstehen. © Volker Griese

Elf Unternehmen haben sich bei der Stadt Werdohl darum beworben, die Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses für den Löschzug Stadtmitte erstellen zu dürfen. Jetzt geht es darum, die besten Bewerbungen herauszufiltern.

Werdohl ‒ Seit rund fünf Jahren hat die Stadt vor, ein neues Gerätehaus für den Löschzug Stadtmitte zu bauen. Aus unterschiedlichen Gründen hat sich die Umsetzung immer wieder verzögert. Seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) vor ziemlich genau einem Jahr genießt das Projekt im Rathaus aber höchste Priorität. In der vergangenen Woche hat der Rat nach monatelangem Tauziehen endlich entschieden, dass die Bauausführung nicht etwa einem Investor oder einem Generalunternehmer übertragen, sondern von der Stadt selbst vorgenommen werden soll.

Bevor es jedoch so weit ist, müssen erst einmal Pläne auf den Tisch, wie das neue Feuerwehrhaus, das auf einem knapp 2900 Quadratmeter großen städtischen Grundstück am Grasacker entstehen soll, überhaupt aussehen soll. Diese Arbeiten hatte die Stadt im September ausgeschrieben. Architektur- und Planungsbüros hatten bis zum vergangenen Donnerstag Gelegenheit, ihre Dienste anzubieten und Referenzen vorzulegen.

Die Bewerbungen würden in den nächsten Tagen formal und inhaltlich geprüft, teilte Bürgermeister Späinghaus auf Nachfrage mit. Von den elf Bewerbungen sollen am Ende fünf in die engere Wahl kommen und Mitte November zur Abgabe eines Erstangebotes für die konkrete Planungsaufgabe aufgefordert werden. Diese fünf Büros will die Stadtverwaltung anhand eines vorab erstellten Kriterienkatalogs ermitteln. Dabei spielt unter anderem eine Rolle, ob die Bewerber schon andere Bauprojekte vergleichbarer Größenordnung geplant haben.

Der Terminplan sieht vor, dass die Erstangebote in der ersten Dezemberhälfte vorliegen sollen. Außerdem sollen mit allen Bietern, die ein wertungsfähiges Angebot einreichen, in diesem Zeitraum Verhandlungsgespräche geführt werden. „Dabei werden sie die Gelegenheit erhalten, die Inhalte ihres Angebotes selbst zu präsentieren“, erläuterte Späinghaus diesen Verfahrensschritt.

Das es möglich sei, dass sich auf Basis der Erkenntnisse des ersten Teils der Angebotsphase Änderungsbedarf, zum Beispiel am kalkulationsrelevanten Leistungsumfang, ergibt, werde die Verwaltung die Bedingungen gegebenenfalls anpassen und die Bieter zur Abgabe eines finalen Angebotes auffordern, teilte der Bürgermeister weiter mit.

Am Ende soll nach Worten von Späinghaus nicht der Preis allein den Ausschlag geben, welches Büro den Planungsauftrag erhält. Auch fachliche und damit Qualitätsaspekte sollen Berücksichtigung finden. Der Bürgermeister geht davon aus, dass die Vergabe des Planungsauftrages spätestens Ende Januar erfolgen soll.

Die Rahmendaten für das voraussichtlich 3,6 Millionen Euro teure neue Feuerwehrhaus hat die Stadt bereits grob abgesteckt. So soll es als gut 500 Quadratmeter große eingeschossige Fahrzeughalle mit zehn Stellplätzen und mit zweigeschossigen Anbauten zur Aufnahme der Räume für die Einsatz-, Übungs-, und Schulungsabwicklung gebaut werden. Das Gebäude soll ausreichend Platz für eine Besetzung mit 50 männlichen und zehn weiblichen Feuerwehrleuten bieten. Der Schulungsraum soll für 120 Personen ausgelegt werden. Die Planer sollen bei ihrer Arbeit auch berücksichtigen, dass das Feuerwehrhaus später vielleicht einmal als hauptamtliche Feuerwache genutzt werden soll. Deshalb sollen zum Beispiel auch sechs Schlafräume eingeplant werden.

Die Bausführung soll nach dem aktuellen Terminplan zwischen dem zweiten Quartal 2023 und dem dritten Quartal 2024 erfolgen, also etwa anderthalb Jahre dauern. Demnach könnte der Löschzug Stadtmitte sein neues Domizil in drei Jahren beziehen.

Auch interessant

Kommentare