Viele Ausgaben in Werdohl nicht beeinflussbar

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Kämmerer Karl-Wilhelm Schlüter, Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Fachbereichsleiter Michael Grabs mit dem Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr. Die Arbeiten am Haushaltsplan haben in diesem Jahr sehr früh begonnen.

Werdohl - Bürgermeisterin Silvia Voßloh hat die Haushaltseinbringung im Rat zu einer kurzen Standortbestimmung und Zukunftsschau genutzt. Voßloh bezog sich nur wenig auf das Zahlenwerk, diese Aufgabe blieb bei Kämmerer Karl-Wilhelm Schlüter.

Sie verwies lediglich auf Zahlen des Kreishaushaltes, die sich auch auf Werdohl ungünstig auswirken würden. Sie nannte dabei die Steigerungen bei der Hilfe zur Pflege in Einrichtungen und die Kreisumlage. „Die steigenden Ausgaben können durch uns nur in wenigen Bereichen beeinflusst werden“, sagte sie. Werdohl sei wie viele andere Kommunen auch strukturell unterfinanziert. Auf eine politische Bewertung der Haushaltslage oder des Stärkungspaktes verzichtete sie völlig.

In einem als „Rückblick“ übertitelten Redeteil sprach sie über die Eröffnung des Edeka-Centers. Die Neueröffnung sei gut für Werdohl, Voßloh: „Ich bin sicher, dass es von vielen Kunden aus den benachbarten Städten angenommen wird. Auch der Einzelhandel wird davon profitieren, denn die Kaufkraft durch Kunden aus den Nachbargemeinden und -städten wird meines Erachtens in Werdohl dadurch erhöht werden.“

Danach sprach sie den von ihr im Wahlkampf genannten Themenbereich „Fahrbahnsanierungen“ an. Obere Heide und Osemundstraße seien fertig, Breslauer Straße, Krähenacker und Waldstraße würden es bald. Mit vier weiteren Maßnahmen werde noch dieses Jahr begonnen.

Voßloh bedankte sich bei den Ehrenamtlichen und den Bürgern, die „Aktionen durchgeführt“ hätten, die „Werdohl liebens- und lebenswert“ machten. Im Ausblick stehe das Jahr 2015 ganz im Zeichen der Neugestaltung des Brüninghaus-Platzes. „Es wird für uns alle, ob jung oder alt, ein reizvoller Platz geschaffen.“

Bodo Schmidt vom Fachbereich Soziales machte den Rat darauf aufmerksam, dass die Aufwendungen zum Unterhalt und zur Versorgung von Asylbewerbern steigen würden. Der aktuelle Haushaltsansatz von 740 000 Euro für 2014 werde vermutlich mit 150 000 Euro mehr belastet. Möglich seien auch weitere und zusätzliche Gesundheitskosten für die Behandlung einer in Werdohl lebenden Person in Höhe von 150 000 bis 160 000 Euro. Es könnte also sein, dass die Gesamtkosten von 740 000 Euro auf etwa eine Million Euro ansteigen würden. Schmidt: „Das liegt nicht im Rahmen einer politischen Entscheidung, sondern das ist eine gesetzliche Aufgabe.“ Auf der anderen Seite würden gerade einmal 117 000 Euro Einnahmen aus Landesmitteln stehen. Schmidt: „Das sind etwas mehr als zehn Prozent.“

Von Volker Heyn

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