Arbeiten am Westpark

Künstlicher Bachlauf in Werdohl schon erkennbar

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Eine große Ladung Wasserbausteine liegt auf dem Westpark-Gelände. Sie müssen in den nächsten Wochen entlang des künstlichen Bachlaufes eingebaut werden.

Werdohl - Vor fünf Wochen haben die Arbeiten am Westpark begonnen. Allmählich zeichnet sich ab, wie das Areal zwischen Lenne und Dammstraße einmal aussehen soll.

Die Grobprofilierung des Geländes ist bereits erfolgt. Wer genau hinschaut, kann erkennen, wo später einmal der künstliche Bach verlaufen wird. Auf einer Länge von etwa 170 Metern wird er sich durch das ganze Gelände schlängeln. Sein Wasser bezieht der Kunstbach aus der Lenne: Durch ein 117 Meter langes Rohr wird es vom Lenneufer zum Beginn des Bachlaufes geführt. Die Austrittsstelle ist bereits gut zu erkennen, ebenso ein Schacht in unmittelbarer Nähe des Flusses. Nur die Verbindung zwischen Lenne und Schacht ist noch nicht hergestellt. „Die wird auch erst ziemlich zum Schluss erfolgen, damit das Gelände nicht jetzt schon unter Wasser steht“, erklärte Peter Erwig von der Tiefbauabteilung der Stadt.

Denn noch hat das Mescheder Bauunternehmen, das mit den Arbeiten beauftragt ist, eine Menge Arbeit, bei der der kleine Bachlauf nur hinderlich wäre. Entlang des Bachlaufes müssen zum Beispiel noch etliche Wasserbausteine eingebaut werden, die teilweise das Ufer stabilisieren sollen und teilweise als Trittsteine dienen. An der Mündung des Baches in die Lenne liegen solche Steine bereits. An breiteren Stellen werden in dem Bachlauf noch eine Insel und ein Wasserspielplatz entstehen. Im Bereich des Wasserspielplatzes werden später noch Spielgeräte installiert, durch die Kinder das nasse Element auf besonderes Weise erleben können: Ein Schöpflöffel, eine Wipp-Saug-Pumpe, eine Schwengelpumpe und eine Archimedische Schraube, eine Art Schneckenpumpe, mit der Wasser auf ein höheres Niveau transportiert werden kann.

Im hinteren Bereich des Westparks muss auch die Bikestrecke noch gebaut werden, die den Bachlauf mehrfach kreuzen wird. Und nicht zuletzt müssen auch der Kiesstrand, die Liegewiese, Ruhebereiche und der als Feuerstelle geplante Platz mit Schotterrasen noch hergestellt werden.

Ein größeres Stück Schotterrasen wird am Beginn des Westparks, in Höhe des Lennewehrs entstehen. Gut 5500 Quadratmeter groß soll dieser Bereich als Eventfläche, beispielsweise für die Veranstaltung „Genuss am Fluss“, aber auch als Landeplatz für die Gleitschirmflieger und als Wohnmobilstellplatz dienen. Deshalb werden dort auch Ver- und Entsorgungseinrichtungen eingebaut, die Wohnmobilfahrer entgeltpflichtig nutzen können.

Oberhalb des Westpark entsteht ab der übernächsten Woche dann noch eine Promenade. Mit wassergebundener Decke wird sie sich etwa 140 Meter am Westpark entlangziehen.

Mit der Fertigstellung des Westparks rechnet Peter Erwig für Ende November oder Anfang Dezember – wenn kein früher Wintereinbruch dazwischenkommt. „Im Augenblick sieht es aber ganz gut aus, dass wir den Zeitplan einhalten können“, ist er zuversichtlich. „Und die Kostenobergrenze von 390 000 Euro wird – Stand heute – auch nicht überschritten“, sagte er.

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