Mit einer Ausnahme

So viel Normalität wie möglich in den Jugendeinrichtungen

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Neue Öffnungszeiten: Erzieher Niko Reinecke und Celine Sprafke, Praktikantin im Anerkennungsjahr, bestücken den Schaukasten in der Innenstadt mit Informationen zu den Öffnungszeiten der städtischen Jugendeinrichtungen.

Werdohl – „Wir freuen uns auf jeden, der uns besuchen kommt. Und wir wollen den Kindern und Jugendlichen so viel Normalität wir möglich bieten“, sagt Werdohls Jugendpfleger Tobias Chylka.

Er und das gesamte Team der Jugendpflege freuen sich, „dass wir in den Jugendeinrichtungen endlich wieder starten dürfen“. Nach und nach haben sich die Türen der Einrichtungen in den vergangenen Tagen Woche wieder geöffnet. Einzige Ausnahme ist der Jugendraum auf der Königsburg, der zunächst bis zum Ende der Sommerferien geschlossen bleibt. 

„Die Kinder kommen rein, erhalten Masken von uns und waschen sich dann zunächst gründlich die Hände“, schildert Anna-Katharina Reith vom Jugend- und Bürgerzentrum (JBZ)an der Schulstraße die Regeln, die für alle Einrichtungen gelten. Zudem müssen sich die Besucher in eine Liste eintragen. Damit alle Kontaktdaten – auch eine Telefonnummer – vorliegen, und die Eltern im Fall eines Coronaverdachts schnell verständigt werden können, erhält jedes Kind, beziehungsweise jeder Jugendliche entsprechende Informationen für die Eltern. „Die Kontaktdaten müssen beim nächsten Besuch mitgebracht werden. Den entsprechenden Elternbrief haben wir in verschiedene Sprachen übersetzt“, erklärt Reith. 

Übliches Motto gilt momentan nicht

„Unser übliches Motto ,Wer kommt, der kommt’ gilt momentan leider nicht“, berichtet Tobias Chylka, dass sich im JBZ momentan maximal 20 Besucher aufhalten dürfen. „Wenn der Andrang groß ist, wechseln wir nach einer Stunde“, fügt Reith hinzu. Damit die Abstandsregeln eingehalten werden können, gelten räumliche Einschränkungen in allen städtischen Jugendeinrichtungen: So dürfen sich im Billardraum des JBZ beispielsweise maximal vier Kinder oder Jugendliche gleichzeitig aufhalten. Außerdem ist in allen Einrichtungen – mit Ausnahme des Schrottkellers in Ütterlingsen – für ein „Einbahnstraßensystem“ gesorgt: Ein- und Ausgang sind jeweils getrennt. „Bei uns funktioniert das leider nicht, da wir nur über einen Zugang verfügen“, sagt Christina Sabanci-Henkes vom Schrottkeller-Team. „Deshalb haben wir einen Ein- und Ausgang abgeteilt und auch die Laufrichtung markiert.“ Maximal acht Besucher dürfen sich gleichzeitig im Schrottkeller aufhalten. Im Jugendraum Pungelscheid sind maximal zehn Besucher gleichzeitig erlaubt. 

Weitere Einschränkungen ergeben sich durch die aktuellen Corona-Regeln: Die Muckibude im JBZ bleibt geschlossen, das Tanztraining darf nicht stattfinden, und im Schrottkeller fällt der Teenietag aus. Auch die Öffnungszeiten der Einrichtungen sind coronabedingt geändert worden. „Wir können sie bei Bedarf aber noch anpassen, wenn wir zum Beispiel merken, dass viele Kinder kommen aber weniger Jugendliche. Dann öffnen wir für die Kinder einfach eine halbe Stunde länger“, so Chylka. 

Schließung ist keine Option

Er unterstreicht: „Wir möchten einfach da sein, wenn wir gebraucht werden. Und wenn jetzt nur ganz wenige Besucher kommen, weil es durch die ganzen Einschränkungen momentan bei uns nicht so attraktiv ist, werden wir trotzdem nicht schließen.“

Das Jugend- und Bürgerzentrum ist zunächst montags bis freitags jeweils von 16 bis 18 Uhr für Kinder und von 18 bis 20 Uhr für Jugendliche geöffnet. Der Jugendraum Pungelscheid öffnet montags, mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr für Kinder und von 18 bis 20 Uhr für Jugendliche. Auch im Schrottkeller sind Kinder donnerstags und freitags von 16 bis 18 Uhr Kinder, Jugendliche anschließend von 18 bis 20 Uhr willkommen.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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