Viel Geld für Schulen, Straßen und Stadtentwicklung

Investition in die Zukunft

Die Werdohler Grundschulen werden für 174 000 Euro mit gut 40 interaktiven Tafeln, sogenannten Smartboards, ausgestattet.
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Die Werdohler Grundschulen werden für 174 000 Euro mit gut 40 interaktiven Tafeln, sogenannten Smartboards, ausgestattet.

Aufträge im Wert von 553 000 Euro hat der Vergabeausschuss der Stadt Werdohl am Donnerstag allein für die Schulen vergeben.

Fast genauso viel Geld fließt in den Straßen- und Tiefbau. Aber auch in die Zukunft der Innenstadt investiert die Stadt kräftig – mit finanzieller Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sämtliche Aufträge für die Maßnahmen in den Schulen hatte die Stadt schon vor den Sommerferien per Dringlichkeitsbeschluss vergeben, um die unterrichtsfreie Zeit für die Umsetzung der Vorhaben nutzen zu können. Allerdings hat das nicht in allen Fällen geklappt.

Moderne Tafeln: Halterungen nicht lieferbar

In die Digitalisierung ihrer vier Grundschulstandorte investiert die Stadt Werdohl 218 000 Euro. Für 44 000 Euro hat die Lüdenscheider Firma IT Südwestfalen Firewalls geliefert, Geräte, die die Computer der Schulen vor unerwünschten Netzwerkzugriffen sichern sollen. Außerdem erhielten die Grundschulen insgesamt gut 40 sogenannte Smartboards, die die Firma Datavision Deutschland aus Düsseldorf für rund 174 000 Euro liefern und montieren sollte. Allerdings sind bislang nur die digitalen interaktiven Tafeln mit Einschub-Computern geliefert worden, die in den Klassenzimmern die herkömmlichen Wandtafeln ersetzen sollen. Die Halterungen, die für die Montage benötigt werden, seien derzeit nicht lieferbar, erläuterte Reinhardt Haarmann, Abteilung Schule, Kultur, Sport und Service im Rathaus. Bis die modernen Schultafeln an den Wänden hängen, dürfte also noch einige Zeit ins Land gehen.

Eine beträchtliche Summe floss auch in die Albert-Einstein-Gesamtschule. Dort hat das Ahauser Unternehmen Hemling die naturwissenschaftlichen Räume für 335 000 Euro mit neuen Labormöbeln ausgestattet.

Fahrbahnsanierung am Riesei

Auf 455 000 Euro summiere sich die Aufträge zur Sanierung von Fahrbahnen und Abwasserkanälen. Beispielsweise wird für 66 000 Euro der in Richtung VDM führende etwa 100 Meter lange Abschnitt der Goethestraße saniert. 54 000 Euro lässt sich die Stadt die Fahrbahnsanierung der Straße Am Riesei kosten, rund 48 000 Euro gibt sie für die Sanierung der Zufahrt zur Gesamtschule aus und 83 000 Euro kostet die Fahrbahnsanierung der Straße Am Reißberg. Die größte Maßnahme in diesem Bereich ist aber der zweite Teil der Fahrbahn- und Kanalsanierung von Heimstraße und Brückenstraße: rund 204 000 Euro werden die Stadt und das Sondervermögen Abwasser dafür bezahlen.

Darüber hinaus hat der Vergabeausschuss den Auftrag zur Erneuerung des Schaltschrankes der Abwasser-Pumpanlage in Ütterlingsen erteilt. Das Sondervermögen Abwasser wird dafür rund 35 000 Euro aufwenden müssen. Mit 34 000 Euro wird die Erneuerung der Heizung und der Warmwasserspeicher in der Turnhalle Eveking fast genauso teuer. Die Anlage war durch das Hochwasser Mitte Juli zerstört worden.

Starthilfe für Selbstständige

Und dann hat der Vergabeausschuss auch noch über den Auftrag zur Implementierung und Durchführung eines Zentrenmanagements entschieden. Den rund 75 000 Euro teuren Auftrag hat die Planungsgruppe Puche, ein Stadtplanungsbüro aus dem niedersächsischen Northeim, erhalten. Dahinter steckt das Vorhaben, die rund 570 000 Euro Fördermittel, die Werdohl aus dem Sofortprogramm Innenstadt des NRW-Heimatministeriums erhält, möglichst gewinnbringend einzusetzen. Mit den Fördermitteln sollen zum Beispiel leerstehende Ladenlokale angemietet und zu günstigen Konditionen an Dritte weitervermietet werden können, um ihnen so einen Start in die Selbstständigkeit zu ermöglichen. Dazu bedarf es allerdings eines Netzwerks zwischen Eigentümern, Mieter und Stadt sowie eines Ansprechpartners, der die Maßnahmen aus dem Anmietungsfonds und Marketingmaßnahmen umsetzt.

Genau das soll die Planungsgruppe Puche liefern. Um keine Zeit zu verlieren, sollen nach Worten von Werdohls Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs schon im September erste Gespräche mit den Experten aus Northeim geführt werden. Das Förderprogramm ist nämlich nur bis 2023 befristet. „Ich hoffe, dass wir viele Interessenten finden werden, die ein Ladenlokal anmieten und wieder Leben in die Innenstadt bringen wollen“, sagte Haubrichs.

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