Verwunderung über neue Posten im Werdohler Haushaltsplan

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Werdohl – Dass die Stadtverwaltung insgesamt 65 000 Euro für die Coworking-Space und Lennelab in den Haushaltsplanentwurf für 2020 aufgenommen hat, ohne gegenüber der Politik ein Wort darüber zu verlieren, ist Vertretern von CDU und SPD in der Sitzung des Hauptausschusses am Montag sauer aufgestoßen.

Für keines der Projekte hatten die politischen Gremien zuvor grünes Licht gegeben. 

Die Bereitstellung eines Coworking-Spaces im Gewerbehof hatte Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs ins Gespräch gebracht. Dahinter steckt die Idee, Freiberufler und kleinen Startups die Möglichkeit zu geben, in einem gemeinsamen Büro zu arbeiten und möglichst voneinander zu profitieren. Die Politiker hatte der Vorschlag bisher nicht überzeugen können, sie hatten vielmehr weitere Informationen darüber und konkrete Angaben zu Kosten eingefordert. Das Lennelab, eine Art offene Werkstatt, die auf computergesteuerte Fertigung ausgerichtet ist, hatten einige Politiker gar als illusorisch bezeichnet. 

Thema ist noch nicht „durch“ 

Nun präsentierte die Verwaltung in einer zweiten Veränderungsliste zum Haushalt einen Ansatz von 50 000 Euro, um das Corworking-Space umzusetzen. Zudem tauchten 15 000 Euro auf, die 2020 für eine Machbarkeitsstudie zum, Lennelab ausgegeben werden sollten; für 2021 wurden gar schon 100 000 Euro für dessen Umsetzung eingeplant. Den Ratsherren Christoph Plaßmann (CDU) und Wilhelm Jansen (SPD) passte das ganz und gar nicht. 

Fachbereichsleiter Thomas Schroeder versuchte zu beschwichtigen, indem er sagte, die Stadt wolle versuchen, die Maßnahmen jetzt als Projekte der Lenneschiene mit Leader-Zuschüssen zu realisieren. „Wenn es da weitergehen soll, müssen wir aber jetzt Geld bereitstellen“, argumentierte er. 

Strittige Punkte ausgeklammert

Bei der Abstimmung über die Veränderungsliste klammerte der Hauptausschuss die strittigen Punkte allerdings aus. In der Ratssitzung in zwei Wochen dürfte das Thema mit Sicherheit noch einmal zur Sprache kommen.

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