Verwaltung will keine LED-Leuchten

WERDOHL ▪ Die Verwaltung spricht sich gegen die Verwendung von LED-Technik in der Straßenbeleuchtung aus. Das geht aus einer Stellungnahme für den am Dienstag, 29. Mai, um 17 Uhr tagenden Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung hervor. Von Ute Heinze

In ihrer Begründung verweist die Verwaltung auf eine Berechnung der Firma Trilux. Diese mache deutlich, dass eine Umrüstung der jetzt verwendeten Leuchten auf konventionelle Technik, die nachhaltig wirtschaftlich günstigste sei. Weiter heißt es: „Durch Reduzierung der Fördermittel durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wird dieses Ergebnis noch deutlicher hervortreten“.

Zudem weist die Verwaltung unter anderem darauf hin, dass die Entwicklung im Bereich der LED-Technik rasant voran schreite. Allerdings hätten im vergangenen Jahr Bundesstraßen mit dieser Technik noch nicht ausreichend beleuchtet werden können. Auch in diesem Jahr sei dies noch nicht möglich.

Ein weiteres Argument gegen die Verwendung der LED-Leuchten sei die Firmenbindung. Denn anders als bei konventionellen Leuchtsystemen würden die LED-Leuchten als Kompaktpaket (Lampe mit fest installierter Leuchte) oder individuelles Modulsystem (Leuchtmittel als Stecksystem in Lampe) angeboten. Ferner lägen über die Lebensdauer der LEDs in der Straßenbeleuchtung noch keine empirischen Daten vor. Als besonders kritisch sei, dass die Lebensdauer der LED mit zunehmender Wärmebelastung – also bei Betrieb – abnehme.

Ferner würden neben dem Austausch der Leuchtmittel in jedem Fall weitere Kosten anfallen. So müssten beispielsweise die Beleuchtungsmasten in regelmäßigen Abständen auf Standsicherheit geprüft werden.

Die Verwaltung nennt weitere Argumente gegen die neue Technik und schlägt abschließend vor, im Rahmen der laufenden Unterhaltung der Straßenbeleuchtung bei Neuinstallationen auf konventionelle Einspartechnik zurückzugreifen.

Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung

Weiterhin solle über andere Möglichkeiten der Kostenreduzierung diskutiert werden. Hier schwebt der Verwaltung beispielsweise die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in Wohn- und Gewerbegebieten oder der Rückbau der Straßenbeleuchtung in reinen Anliegerstraßen vor. Auch der Rückbau der Beleuchtungseinrichtungen in Parkanlagen sei denkbar, heißt es in der Vorlage weiter. Vor allem die WBG-Fraktion hatte sich verstärkt für den Einsatz der LED-Technik in der Straßenbeleuchtung eingesetzt und diese auch in den zuständigen Gremien beantragt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare