Neues Dorfzentrum fürs Versetal

Bemühungen um Sporthalle Eveking in Werdohl

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Ein Entwicklungskonzept soll für das Versetal erstellt werden, um die Turnhalle in Eveking zu erhalten.

Werdohl - Um die Sporthalle in Eveking erhalten zu können, muss zunächst ein Entwicklungskonzept für das Versetal erstellt werden. Das erläuterten die Fachbereichsleiter Thomas Schroeder und Michael Grabs während der Sitzung des Hauptausschusses am Montag.

Vorausgegangen war eine Anfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Jansen. Er wies auf Fördermöglichkeiten hin, durch die eventuell eine Sanierung der Halle möglich sei. Die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag habe sich dafür stark gemacht, der Stadt diverse Fördermöglichkeiten aufzuzeigen.

„Es krankt nicht an Fördermöglichkeiten“, entgegnete Thomas Schroeder. Da die Sporthalle in Zukunft bekanntlich nicht mehr als solche genutzt werden solle, kämen auch Fördertöpfe für Sportstätten nicht in Betracht.

„Mein Stand ist, dass wir die Halle im Rahmen des Leader-Programms erhalten können“, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Ohrmann fest. WBG-Chef Volker Oßenberg klärte auf: „Das Leader-Programm scheidet aus.“ Der Hallenerhalt könne nur mit Bezug auf die neue Lenne-Schiene gelingen. Fachbereichsleiter Grabs verwies in diesem Zusammenhang auf das Stadtentwicklungskonzept. „In zwei Jahren wissen wir vielleicht, ob die Halle der neue Mittelpunkt im Versetal werden soll.“ Das Gebäude könne erst dann mit Hilfe von Fördertöpfen aufgewertet werden, wenn geklärt sei, welche Rolle es zukünftig spielen solle.

Dass die Halle „für die WBG als solche nicht angreifbar“ sei, unterstrich Volker Oßenberg: „Sie ist der Mittelpunkt in einem langsam sterbenden Ortsteil.“ Deshalb solle man nicht auf Sanierungsmaßnahmen verzichten, wenn diese gefördert würden. „Wir müssen zweigleisig denken“, stellte Oßenberg fest.

Schroeder wies auf die nächste Sitzung für Umwelt und Stadtentwicklung hin, in deren Rahmen ein Konzept für das Versetal vorgelegt werden solle. „Dann können wir uns genauer darüber unterhalten. Es geht nicht um die Halle, es geht darum, sich das Versetal insgesamt anzuschauen“, sagte er.

Michael Grabs erinnerte abermals an den Sparzwang, dem die Verwaltung mit Blick auf den Haushaltssanierungsplan unterliegt: Die Unterhaltung der Halle belaste den Haushalt jährlich mit 38 000 Euro. „Das ist eine freiwillige Sportförderung und keine Pflichtaufgabe.“ Es müsse gelingen, dieses Geld einzusparen – und bisher sei dafür noch keine andere Möglichkeit gefunden worden, als das Gebäude aufzugeben. „Auch wenn die Halle beispielsweise das neue Dorfzentrum wird, muss jemand für den Unterhalt sorgen“, unterstrich der Fachbereichsleiter.

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