Vossloh-Verwaltung vorübergehend aus Werdohl weg 

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Dieser Gebäudeteil, in dem derzeit die Verwaltung der Vossloh AG untergebracht ist, soll im Frühjahr abgerissen werden, um Platz für eine neue Werkszufahrt zu schaffen.

Werdohl - Die Verwaltung der Vossloh AG zieht übergangsweise für etwa zwei Jahre aus Werdohl weg. Das erklärte Vossloh-Sprecher Dr. Thomas Triska auf Nachfrage unserer Redaktion. Dieser Nachricht waren böse Gerüchte im Rat der Stadt Werdohl vorangegangen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Jansen hatte sich am Montagabend mit einer Anfrage zu Wort gemeldet. Er habe gehört, so Jansen, dass „die Verwaltung von Vossloh nach Lüdenscheid“ ziehe. Ob die Stadtverwaltung davon wisse und ob etwas dagegen unternommen worden sei, wollte er von Fachbereichsleiter Thomas Schroeder hören.

Der sprach von intensiven Gesprächen mit Vossloh wegen des geplanten millionenschweren Umbaus der Produktion am Werdohler Stammsitz. Der Umzug der Verwaltung des Unternehmens sei in diesem Zusammenhang aber nicht angesprochen worden.

Büroräume angemietet

Eine Nachfrage der Redaktion beim Unternehmen ergab, dass die Vossloh AG tatsächlich vorhat, ab Mitte Mai ihren Verwaltungssitz zu verlegen – allerdings nur für etwa zwei Jahre und nicht etwa nach Lüdenscheid, sondern nach Schalksmühle, wo das Unternehmen entsprechende Raumkapazitäten in einem Bürokomplex angemietet habe.

Auch soll nur die Verwaltung der Vossloh AG mit 40 bis 50 Mitarbeitern vorübergehend ausgelagert werden. Die AG ist die Holding, die die drei verschiedenen Geschäftsbereiche der gemeinsamen „Marke Vossloh“ kontrolliert. Die Verwaltung des in Werdohl angesiedelten Geschäftsfeldes Fastening Systems, das zum Geschäftsbereich Core Components gehört und gewissermaßen das Herzstück des Konzernes ist, soll nach Triskas Worten in Werdohl bleiben.

Alte Verwaltung wird abgerissen

Hintergrund ist das Vorhaben der Vossloh AG, ab diesem Frühjahr mit dem größten Bauprojekt der 130-jährigen Firmengeschichte massiv in neue Gebäude, Infrastruktur sowie in Maschinen und Anlagen zu investieren. Bis zu 40 Millionen Euro will der Bahntechnik-Konzern in den nächsten drei bis vier Jahren investieren, dabei rund 11.000 Quadratmeter Gebäudeflächen neu bauen oder umstrukturieren.

Diesen Plänen fällt laut Triska auch der Gebäudeteil zum Opfer, in dem sich jetzt die Verwaltung der Aktiengesellschaft befindet. „Dort soll ja die neue Zufahrt auf unser Werksgelände entstehen“, erläuterte Triska. Mit der Neuordnung des Werksverkehrs soll auf dem gesamten Gelände eine Einbahnstraßenregelung eingeführt werden.

Schon im ersten Bauabschnitt wird ein neues, vierstöckiges Verwaltungsgebäude errichtet, indem die Mitarbeiter der Vossloh AG dann voraussichtlich ab Sommer 2020 ihre neuen Büros beziehen werden.

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