Keine Einigung mit Verdi

Geschäfte bleiben am Sonntag in Werdohl definitiv geschlossen

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Am Sonntag wird die 

Werdohl - Die Verwaltung der Stadt Werdohl hat den verkaufsoffenen Sonntag am kommenden Wochenende abgesagt.

Zuvor hatte die  Gewerkschaft Verdi vor dem Verwaltungsgericht gegen die entsprechende ordnungsbehördliche Verordnung geklagt.

In einer Pressemitteilung der Verwaltung von Mittwochnachmittag heißt es, die Verwaltung habe der Gewerkschaft am Dienstag eine Neufassung des Entwurf der Verordnung zukommen lassen, „um Verdi im Wege der Anhörung erneut zu beteiligen. Weiter heißt es: „Auch an der neuen Ordnungsbehördlichen Verordnung äußerte die Gewerkschaft große Kritik. Rechtssicherheit für den verkaufsoffenen Sonntag am 16. Dezember ist somit leider nicht mehr herzustellen.“ Der Weihnachtsmarkt finde selbstverständlich wie vorgesehen statt. 

Fachbereichsleiter Michael Grabs berichtete, die Gewerkschaft habe einige grundsätzliche Bedenken zum verkaufsoffenen Sonntag geäußert. „Zum Beispiel, dass am Wochenende in der Handball- und Fußballbundesliga gespielt wird und die Mitarbeiter der Einzelhändler nicht an diesen Veranstaltungen teilhaben könnten, wenn sie arbeiten müssten.“ Anderseits habe Verdi aber auch kritisiert, dass die Verwaltung die Flächenverhältnisse in dem Entwurf nicht ausreichend dargestellt habe. „Und das, obwohl wir konkrete Straßen und sogar Geschäfte benannt haben“, erklärte Grabs. 

Die Stadt habe jetzt die Möglichkeit, am heutigen Donnerstag einen Dringlichkeitsbeschluss zu fassen und diesen am Freitag zu veröffentlichen. „Dann würde Verdi noch am Freitag vor das Verwaltungsgericht ziehen – und wir bekämen am Samstag einen möglicherweise negativen Bescheid“, erläuterte der Fachbereichsleiter – und bilanzierte: „Das halten wir für alle an diesem Prozess Beteiligten für nicht zumutbar.“ Sowohl die Einzelhändler als auch deren Mitarbeiter müssten sich jetzt darauf einstellen können, was sie am Sonntag erwartet.

 Bürgermeister Silvia Voßloh sprach von einem „enormen Einschnitt für alle Beteiligten und die Stadt Werdohl“. Nicht nur aus Sicht der Einzelhändler und deren Mitarbeiter, die sich bereits auf die Sonntagsarbeit eingestellt hätten, sei die Absage des verkaufsoffenen Sonntag mehr als bedauerlich. „Dennoch hoffe ich, dass viele Bürger den Weihnachtsmarkt besuchen werden“, unterstrich Voßloh, die das Vorgehen der Gewerkschaft als befremdlich bezeichnete. 

Ein Versäumnis der Verwaltung konnte die Bürgermeisterin bei der Planung des verkaufsoffenen Sonntags nicht erkennen. „Nachdem Verdi diesbezüglich bereits Anfang des Jahres einiges moniert hat, haben wir sofort reagiert und der Gewerkschaft die entsprechende Angaben übermittelt.“

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