Gelungener Start für drei städtische Auszubildende

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh (hinten, Mitte) konnte viele junge Mitstreiterinnen im Team begrüßen. Die Fachkräfte der einzelnen Einrichtungen investieren viel Zeit in die Ausbildung der Neuen.

Werdohl – „Ein schöner Anlass für einen Pressetermin“, stellt Jugendamtsleiterin Kirsten von der Crone fest. Bürgermeisterin Silvia Voßloh pflichtet ihr gerne bei: Dass die Stadt Werdohl so viel junge Verstärkung erhält, freut auch sie ganz besonders. Die jungen Frauen, die seit dem 1. August im Rathaus, in Kindergärten und dem Jugend- und Bürgerzentrum tätig sind, haben sich jetzt öffentlich vorgestellt.

Im Rathaus sollten ursprünglich zwei Azubis den Beruf des Verwaltungsfachangestellten erlernen können. „Während des Auswahlverfahrens haben wir dann aber drei Kandidatinnen ausgewählt“, schildert Ausbildungsleiterin Sabine Bleckmann. Um alle drei einstellen zu können, „haben wir einen Trick angewandt“, gesteht sie lächelnd: Während die Schülerinnen Ivana Leko und Elena Salzmann regulär am 1. August ins Berufsleben gestartet sind, konnte Chiara Kauffel ihren Bundesfreiwilligendienst vorzeitig beenden – und so schon am 1. Januar 2019 mit der Ausbildung beginnen.

Ihr Anerkennungsjahr, das zur Erzieherinnenausbildung gehört, absolvieren Stephanie Tank, Vasiliki Vousdoukou und Lisa Thiele in städtischen Einrichtungen. Während Stephanie Tank das Team der Kita Budenzauber verstärkt, kümmert sich Vasiliki Vousdoukou um die Mädchen und Jungen, die die Kita Momo besuchen. Lisa Thiele ist im Jugend- und Bürgerzentrum eingebunden.

Vanessa Löhnert absolviert ein Duales Studium im Bereich Soziale Arbeit. Sie ist jeweils drei Monate in der Abteilung „Jugend“ tätig und studiert anschließend drei Monate. Gina Ziese hat für sich eine andere Lösung gefunden – die ihr allerdings eine Menge abverlangt – sie arbeitet in Vollzeit im Jugend- und Bürgerzentrum, geht darüber hinaus aber jeden Freitagnachmittag und Samstag zur Uni. Beide werden ihr Duales Studium als Sozialarbeiterinnen mit dem Bachelor abschließen.

Erstmals bietet die Stadt Werdohl zudem eine praxisintegrierte Ausbildung (Pia) zur Erzieherin in der Kita Gernegroß an. Kirsten von der Crone erklärt die Besonderheiten dieser Ausbildung, zu der sich Pia Schürmann entschlossen hat: „Normalerweise müssen Erzieherinnen in den ersten beiden Jahren ohne Einkommen zurechtkommen. Bei der Praxisintegrierten Ausbildung ist das anders; es gibt vom ersten Tag an Geld“, berichtet von der Crone über das Programm, mit dem zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden sollen. In Werdohl scheint es zu funktionieren: „Es gab viele Bewerbungen“, stellt die Jugendamtsleiterin fest. Finanziert werde diese Stelle durch Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz, berichtet sie: „Zudem erhalten wir eventuell auch noch Fördermittel vom Bund.“

Apropos Fachkräftemangel: Gina Ziese musste nicht lange überlegen, bevor sie sich für den Beruf der Sozialarbeiterin entschieden hat: „Es ist ein dankbarer Job. Man bekommt eine ganze Menge zurück.“ Auch Stephanie Tank sieht ihren künftigen Beruf als Erzieherin eher als Berufung: „Wenn man ein Herz für Kinder hat, ist das ideal. Ich freue mich, dass ich für die Kinder etwas bewirken kann.“ Lisa Thiele ist ebenfalls überzeugt davon, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben – auch wenn es sicher manchmal anstrengend sei, „besonders, wenn es im JBZ so richtig voll ist“: „Gerade dann muss man einen klaren Kopf behalten. Aber es macht auch dann eine Menge Spaß.“

Die Jugendamtsleiterin hofft auf eine lange Zusammenarbeit mit den „Neuen“: „Unser Ziel ist, den Mitarbeitern hier eine Perspektive zu bieten. Zumal sich unsere langjährigen Mitarbeiter im Rathaus und in allen Einrichtungen neben ihrer regulären Arbeit viel Zeit für deren Ausbildung nehmen.“

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