Vertreterin des Bundesagentur für Arbeit zu Gast bei der Firma Gebrüder Lohmann

Melanie Flusche (links) war am Mittwoch anlässlich des „Tages der Ausbildung“ zu Gast bei der Firma Lohmann. Auszubildende Nina Coordt (Mitte) und ihre Ausbilderin Stephanie Rohdenburg berichteten.

WERDOHL - 157 Ausbildungsplätze und 225 gemeldete Bewerber zählt die Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit Werdohl für die Städte Werdohl und Neuenrade, wie Melanie Flusche, Teamleiterin Arbeitgeberservice bei der Agentur für Arbeit Iserlohn am Mittwoch erklärte. Anlässlich des bundesweiten „Tages des Ausbildungsplatzes“ besuchte sie die Firma Gebrüder Lohmann im Gewerbegebiet Dresel.

„Der Betrieb meldet das Ausbildungsangebot immer sehr früh an die Agentur. Zudem hat die Gebrüder Lohmann GmbH über einen langen Zeitraum hinweg auf Grund schlechter Erfahrungen nicht ausgebildet“, sagt Flusche. Das habe sich aber mittlerweile geändert. Hans Rohdenburg, der den Betrieb 2011 als geschäftsführender Gesellschafter übernahm, setzt seitdem auf Ausbildung. Denn Rohdenburg ist sich sicher: „Unsere Azubis sind die Fachkräfte von morgen.“

Vier Auszubildende beschäftigt das Unternehmen, das Produkte im Kokillengussverfahren projektiert und produziert. Etwa 120 Bewerbungen sichten Rohdenburg und seine Frau Stephanie, sie ist als Ausbilderin für kaufmännische Berufe im Betrieb tätig.

„Viele Jugendliche wollen Industriekaufmann oder Industriekauffrau werden. Viele mechanische Berufe sind bei den Jugendlichen hingegen nicht so bekannt“, sagt Stephanie Rohdenburg und fügt hinzu: „Bei der Auswahl der Bewerber sind nicht nur die Zeugnisse wichtig. Potentielle Azubis absolvieren neben dem Eignungstest wenn möglich auch ein Praktikum und nehmen an einer Betriebsführung teil. „Wir suchen für einer Partnerschaft auf Dauer“, erklärt Hans Rohdenburg. Viele Jugendliche wüssten oft nicht, worauf sie sich einlassen.

Nina Coordt, sie hat im vergangenen September eine Ausbildung im Unternehmen als Industriekauffrau begonnen, war in den ersten drei Wochen der Lehre mit Helm und Sicherheitshandschuhen in dem Betrieb unterwegs. „Ich habe in der Produktion mitgearbeitet und so alle Kollegen kennengelernt“, berichtet sie von ihren ersten Arbeitstagen. Melanie Flusche zeigte sich begeistert von den Erfahrungen der Auszubildenden. Sie und ihre Kollegen hoffen mit dem Tag der Ausbildung weitere Betriebe in der Region davon zu überzeugen, mehr Ausbildungsplätze für die Schulabgänger zu schaffen. - ute

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