Mini-Festakt, Freibier und virtuelles Schießen

WSV verteilt „Trostpflaster“ für ausgefallenes Schützenfest

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Am Freitagabend haben die Schützen im Ludwig-Grimm-Park zum Gedenken an ihre Toten einen Kranz niedergelegt.

Werdohl - Schon wenige Tage nach Beginn der Corona-Krise in Deutschland hat der Werdohler Schützenverein (WSV) Ende März sein für das erste Juli-Wochenende geplante Schützenfest abgesagt. Auf das Feiern im Zelt und auf der Vogelwiese müssen die Werdohler Schützen also in diesem Jahr verzichten. Der Vorstand ruft die rund 800 Mitglieder aber dazu auf, das Schützenfest im kleinen Kreis zuhause zu feiern. Außerdem gab es am Freitagabend einen Mini-Festakt.

Nur ein einziges Mal kommen die Uniformträger des WSV an diesem Wochenende zu einer traditionellen Zeremonie zusammen. Am Freitagabend, als eigentlich das 190. Werdohler Schützenfest eröffnet worden wäre, hat eine Abordnung am Ehrenmal im Ludwig-Grimme-Park die grün-weißen Flaggen gehisst und im Gedenken an die Toten einen Kranz niedergelegt.

Den genauen Zeitpunkt hatte der Verein nicht publik gemacht, um einen großen Menschenauflauf zu verhindern. „Es sollen nur die unbedingt benötigten Personen teilnehmen“, betonte der Vorsitzende und Oberst Andreas Schreiber.

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Wer die Zeremonie verfolgen möchte, hat trotzdem noch Gelegenheit dazu. „Wir haben das gefilmt und werden es ins Internet stellen, damit alle etwas davon mitbekommen“, verspricht Schreiber.

Die eigentlich auch für diesen Rahmen vorgesehene Ehrung des Jubelkönigs Uwe Schneider, der den WSV vor 25 Jahren mit Heike Bartke regiert hat, musste ausfallen. Schneider musste aus gesundheitlichen Gründen passen. Die Ehrung soll aber bei nächster Gelegenheit nachgeholt werden.

Flüssiges „Trostpflaster“

Weil es in diesem Jahr nicht möglich ist, im Schützenzelt mit Freunden ein Bier zu trinken, werden der WSV-Vorstand und der Hofstaat des Königspaares Volker Brahmsiepen und Heike Rausch an alle Vereinsmitglieder ein flüssiges „Trostpflaster“ ausgeben. Am Samstag, 4. Juli, werden auf der Stadtspange – also dort, wo normalerweise der Eingang zum Festzelt wäre – zwischen 11 und 17 Uhr kostenlos Six-Packs mit Krombacher Bier verteilt. Die Schützen haben dabei die Wahl zwischen dem klassischen Pils und Radler, es gibt aber auch die alkoholfreie Variante.

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Ein paar Regeln sind aber dabei einzuhalten: Die Mund-Nase-Bedeckung ist obligatorisch, Abstände müssen eingehalten werden und der Hygieneschutz gewährleistet sein, außerdem werden die Mitglieder namentlich erfasst. „Und die Getränke dürfen nicht vor Ort konsumiert werden“, erklärt Oberst Schreiber.

Schützen sollen Fotos schicken

Genießen können die Schützen den kühlen Schluck aber zuhause, vielleicht sogar im kleinen Freundeskreis. Wie das dann aussieht, wenn man zuhause in Uniform, im Schützen-Shirt oder ganz zivil Schützenfest feiert, möchte der Vorstand gerne wissen und ruft alle Schützen deshalb dazu auf, Fotos oder Videos davon auf der WSV-Facebookseite (www.facebook.com/werdohlsersv) zu posten.

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Am Montag, 6. Juli, wird dann der Sieger oder die Siegerin des virtuellen Vogelschießens „Wirtuell Kqeeng Shooting“ ermittelt (wir berichteten). Daran konnten sich alle Vereinsmitglieder von Freitag, 26. Juni, an eine Woche lang beteiligen. Jedes Mitglied konnte jeweils eine Reihe mit zehn „Schüssen“ beim Oberst einreichen.

Montagmorgen wird es spannend

Ab 10 Uhr wird Oberst Andreas Schreiber dann am Montag wiederum auf der Facebook-Seite des Vereins nach und nach bekannt geben, wer zunächst die Insignien und schließlich den Rumpf des Vogels abgeschossen hat. „Das wird maximal zwei Stunden dauern“, definiert Schreiber den ungefähren Zeitrahmen für dieses Prozedere. Wie üblich wird das Schießen also in der Mittagszeit entschieden sein.

Bevölkerung soll Flagge zeigen

Damit am ersten Juli-Wochenende auch in der Stadt so etwas wie Schützenfest-Atmosphäre aufkommt, wendet sich der WSV-Vorstand noch mit einer Bitte an die Bevölkerung. Werdohl solle „Flagge zeigen“, wünschen sich Andreas Schreiber und seine Vorstandskollegen, dass möglichst viele Werdohler zwischen Freitag und Montag die grün-weißen Fahnen heraushängen. „Denkt dabei an all die schönen Feste der Vergangenheit und an all die tollen Partys, die es irgendwann auch wieder geben wird“, wendet sich Schreiber an die Werdohler.

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So lief das Vogelschießen im vergangenen  Jahr.

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