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Winterzauber für viele Gäste

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Von: Simone Rein

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Teilweise herrschte dichtes Gedränge beim Winterzauber
Teilweise herrschte dichtes Gedränge beim Winterzauber. © Simone Rein

Der Versetaler Winterzauber, der nach drei Jahren endlich wieder in gewohnter Weise stattfinden konnte, lockte am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher in das Hüttendorf in Altenmühle.

Werdohl – Dabei war der etwas verfrühte Besuch des Nikolaus am Samstagabend sicher das Highlight. Es ist der 4. Versetaler Winterzauber – der wegen der Corona-Pandemie zweimal nur in sehr eingeschränkter Form stattfinden konnte. „Wir hatten es letztes Jahr in der ganz abgespeckten Version ohne Hütten“, freut sich der 1. Vorsitzende vom TuS Versetal Henning Meyer darüber, endlich wieder Gas geben zu können. Im vergangenen Jahr wurde bei der Turnhalle ein Drive-In errichtet, bei dem die Leute weihnachtlich gefüllte Winterzaubertüten bekamen und damit die Corona-Zeit überbrücken konnten.

Aus Wichtelmarkt hervorgegangen

Vor dem Versetaler Winterzauber war es der Wichtelmarkt. „Wir haben das irgendwann umfirmiert und sind auf die Vereine zugegangen“, erklärt Henning Meyer die noch junge Konstellation bestehend aus dem TuS Versetal, dem Versetaler Schützenverein, dem Versetaler Obst- und Gartenbauverein und der Feuerwehr-Löschgruppe Eveking, die sich um die Organisation kümmert. Der Versetaler Winterzauber findet immer am Wochenende vor dem 1. Advent statt. Dies habe sich mittlerweile eingebürgert und verhindere eine Kollision mit anderen späteren Weihnachtsmärkten in Werdohl und der näheren Umgebung, hieß es.

Besucher aus Nachbarstädten

Nicht nur Werdohler kamen zum Weihnachtsmarkt, sondern auch Besucher aus den Nachbarstädten und -Gemeinden. Hierfür war im vorfeld kräftig die Werbetrommel gerührt worden. Die Einladung ins Versetal folgte über die sozialen Netzwerke, die Presse und Radio MK. Bereits am ersten Tag kamen zahlreiche Besucher ins Weihnachtsdorf auf den Platz vor dem Vereinsheim des Versetaler Schützenvereins 1950 in Altenmühle. Die Vorbereitungen waren noch nicht ganz abgeschlossen, schon füllte sich das weihnachtlich geschmückte Hüttendorf. Zehn Hütten standen dort, die freundlicherweise von der Stadt zur Verfügung gestellt worden waren.

Nikolaus früh unterwegs

Der Nikolaus, gespielt vom 2. Vorsitzenden des Versetaler Schützenvereins, Bastian Häring, war am zweiten Tag noch nicht richtig angekommen, schon bildete sich eine lange Schlange vor seiner Hütte. Jedes Kind wollte den Mann mit dem Rauschebart und dem roten Mantel ganz nah sehen. Darunter waren ein paar Kinder durchaus etwas skeptisch – ob sie nicht doch noch die Rute spüren mussten. Doch dies blieb zur Erleichterung aller Kinder aus. „Knecht Ruprecht“ hielt die Tüten mit Stutenkerlen bereit, die jeder kleine und auch der eine oder andere große Weihnachtsmarktbesucher vom freundlichen Nikolaus überreicht bekam. Erfreut zeigte er sich von der Vielzahl bunter Gläser aus einer Bastelaktion der Kindergärten. Der in der Wettervorhersage angekündigte Schneefall zwischen beiden Tagen reichte für die Fahrt mit dem Schlitten nicht aus. So stieg der Nikolaus ausnahmsweise auf einen Trecker und verschwand mit seinem großen Jutesack in der Dunkelheit.

Wärmende Elemente

Sehr begehrt waren die Feuertonnen der besonderen Art rund um den geschmückten Weihnachtsbaum in der Mitte. Bei den eisigen Temperaturen bekam daher niemand kalte Beine. Diese Tonnen werden mit Brennholz befeuert. Aus dem geschlossenen Deckel führt ein Rohr nach oben, an dem man sich nebenbei mit etwas Abstand auch noch die Hände wärmen konnte. Regelmäßig sorgten die Organisatoren dafür, dass neues Brennholz in die seitlich eingesetzte Tür eingeworfen wurde und eine angenehme Wärme an beiden Abenden garantierte.

Deko-Artikel

In einige Hütten wurden Deko-Artikel wie Weihnachtskugeln, aus Holz verarbeitete Dekorationen, Strickwaren, eine große Auswahl von Schmuckstücken und noch viele weitere Geschenkideen angebotzen. Weihnachtsgelee und Weihnachtslikör durften nicht fehlen. Heiß- und Kaltgetränke aller Art gab es. Die Reibeplätzchen, wahlweise mit Apfelmus oder Lachs mit Dip, waren an beiden Tagen sehr gefragt. Am Stand der Feuerwehr-Löschgruppe Eveking wurden ununterbrochen Bratwürste gegrillt. In den späteren Abendstunden sorgte dann ein kleines Musikensemble für die musikalische Unterhaltung beim Winterzauber.

Freude nach Corona-Pause

Die Stimmung an beiden Tagen war ausgezeichnet. Offenbar hatten die Besucher so ein Event vermisst, denn ein gemütliches Beisammensein ohne Einschränkungen hatte in den beiden Coronajahren gefehlt. So war die Freude recht groß endlich wieder unter normal Umständen in die bevorstehende Weihnachtszeit gehen zu können. Zufrieden zeigten sich alle Beteiligten über das trockene Wetter, auch wenn die Temperaturen dem Gefrierpunkt schon sehr nahe kamen.

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