Versetaler werten bei Meckersitzung Schützenfest aus

Falsche Vogelstange zu spät geliefert - altes Modell soll wieder aktiviert werden. Foto: Kanbach

Werdohl - Obwohl es einzelne Kritikpunkte gab: Unter dem Strich zogen die Versetaler Schützen während ihrer Meckersitzung am Dienstagabend eine positive Bilanz für ihr 58. Schützenfest.

„Wir können stolz darauf sein, dass unser Fest – wenn auch hier und da verbesserungswürdig – friedlich und harmonisch verlaufen ist“, stellte Vorsitzender Frank Herber fest, um zugleich aber darauf zu verweisen, dass für 2017 Änderungen ins Auge gefasst werden sollten.

Ein Punkt, der in diesem Zusammenhang zur Sprache kam, war der Einsatz des Heroldwagens. Der Termin und auch die Anfahrpunkte seien aus Sicht des Vorsitzenden nicht optimal gewählt worden. Die Beteiligung der Vereinsmitglieder und Bevölkerung, so ergänzte Geschäftsführer Jürgen Wehlus, sei schwach gewesen. Es sollte daher überlegt werden, ob die Anfahrpunkte künftig von Interessenten angemeldet werden können, waren sich beide einig. Zudem sollte die Fahrt des Heroldwagens näher an den Schützenfesttermin herangerückt werden.

Ein weiterer, wesentlich gravierenderer Kritikpunkt war die mobile Vogelstange. Die Anlieferung am Schützenfest-Samstag sei zu spät erfolgt, und schon bevor der erste Schuss fiel, sei bemängelt worden, dass nicht die bestellte Anlage geliefert wurde. Der Aufbau und die Vorbereitungen seien aus der Sicht von Jürgen Wehlus „eine einzige Katastrophe“ gewesen. Noch während des Festes herrschte Einigkeit, dass die eigene Vogelstange wieder hergerichtet werden und betriebsbereit gemacht werden müsse. Zum damaligen Zeitpunkt war von Kosten zwischen 2000 und 3000 Euro die Rede. Erste Geldspenden sind – wie berichtet – dank des Königspaares und der Jugend bereits eingegangen.

Frank Herber informierte die Teilnehmer der Meckersitzung zudem darüber, dass die „Soko Vogelstange“ sich schon im August zu einem intensiven Gedankenaustausch treffen werde. Es gelte, die komplette Anlage wieder so herzurichten, dass sie den Richtlinien entspreche. Im Blick auf die während des Festes insgesamt gesehen geringe Beteiligung der Vereinsmitglieder und Bevölkerung ging der Vorsitzende davon aus, dass die sommerlichen Temperaturen einerseits und das lang andauernde Königsschießen wesentliche Gründe für diese Entwicklung waren. Die unschönen Begleiterscheinungen beim Jungkönigsschießen blieben – zumindest im öffentlichen Teil der Sitzung – unerwähnt.

Gerade was den letzten Punkt betrifft, sieht Frank Herber Diskussionsbedarf, um mögliche Änderungen vorzunehmen. Er habe als Grundlage für die anstehenden Gespräche und Entscheidungen eine Art Musterkalkulation erstellt, auf die er im nichtöffentlichen Teil der Sitzung eingehen wollte. Jürgen Wehlus ließ sich da etwas besser in die Karten schauen. Der Verein sei aus steuerlichen Gründen darauf angewiesen, die Gemeinnützigkeit zu behalten. Deshalb solle man nachdenken, wie das nächste Schützenfest aussehen solle. Als Möglichkeiten erwähnte er den Aufbau eines kleineren Zeltes oder gar den Umbau des Schützenvereinsheimes, um künftig ohne Zelt auskommen zu können.

Ansonsten gab es im Blick auf das Schützenfest auch Lob. Die Reden während des Kommerses seien wohltuend kurz und knackig gewesen, der Zapfenstreich exzellent durchgeführt worden. Die Inthronisierung sei reibungslos verlaufen. Die Bewirtung war zufriedenstellend, die verpflichteten Musiker seien gut angekommen.

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