Versetaler Schützen: Schwarzer Freitag verhagelt Festbilanz

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In der Nacht auf den Schützenfest-Freitag Anfang Juni hatte ein Lastwagen auf dem Festplatz und der Bundesstraße große Mengen Öl verloren. Die Feuerwehr war rund dreieinhalb Stunden im Einsatz, um die abgelaufenen Betriebsstoffe abzustreuen. Auch Personal des Ordnungsamtes und der Unteren Wasserbehörde begleitete den Einsatz.

Werdohl - Bedröppelte Mienen bei den Versetaler Schützen. Am Meckerabend im Vereinsheim Bärenstein, mit dem traditionell auf das Schützenfest-Wochenende zurückgeblickt wird, nahmen 14 Vereinsmitglieder teil.

Und was alle schon vorher ahnten, offenbarte Vereinsvorsitzender Frank Herber gleich zu Beginn der Sitzung: Aus dem Freitagabend des Schützenfestes „sind wir mit einem dicken Minus rausgegangen“. 

Wie hoch genau der Verlust war, sagte der Vorsitzende im öffentlichen Teil der Sitzung nicht. Auch zum Getränkeumsatz machte er keine Angaben. 

Trotz des Schwarzen Freitags zog Herber ein insgesamt versöhnliches Fazit: „Es war im Prinzip ein schönes Fest. Schlimm war bloß der Freitag.“ Der Ober-Schütze des Versetals ließ diesen Tag noch einmal Revue passieren: Morgens musste ein Teil des Schützenplatzes abgetragen werden, da beim Zeltaufbau ein Hydraulikschlauch an einem Fahrzeug der zuständigen Firma geplatzt war. Auch die Feuerwehr war deshalb im Einsatz. 

Kühlcontainer ausgebrannt

Dann musste Ersatz beschafft werden für den Kühlcontainer der Brauerei, da dieser ausgebrannt war. Schließlich bewiesen die Schützen den richtigen Riecher, als sie beim Caterer nachfragten, ob den mit dem Grill- und Pommesstand alles klar ginge, denn dieser plante ursprünglich erst eine Woche später nach Altenmühle zu kommen. Eine Stunde vor Beginn der Zeltparty überflutete auch noch ein heftiger Regenschauer das Festgelände. 

Vorsitzender Frank Herber (Mitte) zog am Dienstagabend die Schützenfest-Bilanz.

Auch wenn der Regen schnell wieder abgezogen war, blieb das Festgelände an diesem Abend ziemlich leer. Grund war eine Vollsperrung der Bundesstraße 229 wegen Fahrbahnarbeiten durch den Landesbetrieb Straßen.NRW unmittelbar vor der Zufahrt zum Gelände des Vereinsheims. „Straßen.NRW hatte uns im Vorfeld nicht darüber verständigt“, klagte Herber. „Bis jetzt haben wir immer noch keine Infos darüber, warum uns vorher niemand davon unterrichtet hat.“ Gerade junge Besucher seien so dem Festzelt fern geblieben. „Die Taxifahrt von Werdohl nach Altenmühle kostete an dem Wochenende 35 statt 11 Euro.“ 

Lob für den neuen Zeltwirt

Eines habe der Vorstand bei diesem Schützenfest gelernt: „In zwei Jahren fragen wir acht Wochen vor dem Fest schriftlich im Rathaus an, welche Straßenbaumaßnahmen geplant sind“, betonte Herber mit fatalistischem Unterton. Genutzt hätte das in diesem Jahr aber wohl auch nichts, denn der Vereinsvorsitzende erklärte: „Von der Vollsperrung wusste die Bürgermeisterin ja auch nichts. Und einen Tag vorher hatte auch die Märkische Verkehrsgesellschaft noch keine Ahnung.“ 

Michael Grünhagen, Kassenwart des Vereins, lobte ausdrücklich den neuen Zeltwirt Daniel Ochtendung aus Plettenberg sowie dessen Thekenteam. Diese seien allesamt sehr freundlich gewesen und hätten zügig gearbeitet. Einhellige Meinung bei der Meckersitzung war jedoch, dass Winfried Stark und seine Original Steigerwälder, die am Sonntag zum Frühschoppen aufspielten, nicht gut gewesen seien. 

2021 Umzug in Menshen-Halle?

Lob gab es indes für DJ Chriz Cooper, der den wenigen Besuchern am Freitagabend einheizte, sowie für den Werdohler Shanty-Chor, der den Seniorennachmittag am Freitag bereicherte. Dieser war übrigens überaus gut besucht mit mehr als 70 Teilnehmern. Ebenfalls nur lobende Worte gab es von den Anwesenden für den Kommers am Samstagabend, nachdem Bastian Häring beim Schießen Kaiser geworden war. 

Häring schlug für das Fest 2021 vor, die Feier nach dem Schießen in die ehemalige Menshen-Halle am Blechhammer zu verlegen. Der Vorstand will sich mit dieser Idee in Kürze noch näher auseinander setzen. Abschließend ergriff noch einmal Frank Herber das Wort: „Ich bin überdies sehr glücklich, dass wir einen Sponsor hatten, der dafür sorgte, dass wir während des Schießens die Klänge des Versetaler Musikzuges genießen konnten.“

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