Musikzug der Versetaler Schützen locken Massen

Wer einen Platz bekommen hatte, konnte sich glücklich schätzen. Im Eingangsbereich drubbelten sich die Gäste und selbst von draußen wurde der Matinée gelauscht.

Werdohl - Nichts ging mehr im Vereinsheim Altenmühle. Der Musikzug des Versetaler Schützenvereins hatte zur Matinée geladen – und gekommen waren mehr Menschen, als im Raum Platz hatten: Im Eingangsbereich standen sie – und wer gar nicht mehr hinein passte, stand draußen vor der Tür und lauschte. Geboten wurde in der Tat ein akustischer Leckerbissen.

Von Michael Koll

„Werdohl ist multikulturell“, sagte der Vorsitzende des Musikzuges Christian Crone zur Begrüßung der zahlreichen Musikfreunde inklusive des Stadtoberhauptes Siegfried Griebsch nebst Gattin. „Die Musik aber braucht keine Sprache – sie ist universell.“ Und so hatte der musikalische Leiter des Musikzuges Matthias Lipski ein internationales Programm vorbereitet.

Eine Komposition von Jan van der Roost namens „Arsenal“ stand am Anfang. Crone bezeichnete das Stück als „Marine-Marsch“. Die Instrumentalisten im Saal interpretierten die Melodie ebenso kraft- wie schwungvoll.

Gemeinsam mit Crone moderierte Musikerin Caroline Buchta. Sie kündigte einen zweiteiligen Ausschnitt aus dem Musical „Tanz der Vampire“, der auf dem gleichnamigen Film von Roman Polanski basiert, an. Der erste, anspruchsvolle Part der Melodie – geschrieben von Jim Steinmann – changierte zwischen düsteren und getragenenen Klängen mit fein akzentuierten leisen Passagen.

Die zweite Hälfte der Darbietung entsprach dem Bonnie-Tyler-Hit „Total Eclipse of the Heart“. Da bewies der Musikzug spätestens seine Vielseitigkeit und bot einen populären Verve wie einst das (Fernseh-)Orchester Pepe Lienhard.

Musikzug-Vorsitzender Crone erläuterte danach, dass 1821 die spanische Herrschaft über Mexiko geendet sei. Damals sei die Zorro-Legende begründet worden. Und so spielten die Musiker dann lateinamerikanische Rhythmen mit „The Mask of Zorro“ von James Horner.

„Zurück zu den Wurzeln“, sagte Crone im Anschluss. Das nächste Stück sei eine Komposition, wie sie klassischerweise vom Musikzug interpretiert werde. „Post im Walde“ von Heinrich Schäffer – mit einem Solo von Benny Werzner – stand an.

Der Musikzug-Vorsitzende erläuterte, das Stück stamme aus einer Zeit, als es noch Postkutschen gab. Er entwarf das Bild einer solchen Kutsche, die von Neuenrade aus über den Berg nach Werdohl gefahren käme, „während der Bürgermeister sehnsüchtig auf den Brief aus Arnsberg wartet“. Und so erntete der Moderator kurz vor der Pause noch einen ordentlichen Lacher.

Nach der Unterbrechung genossen die Anwesenden noch unter anderem den Pop-Klassiker „Music“ von John Miles, aber auch eine Komposition aus der Show „Lord of the Dance“ von Ronan Hardyman sowie „The Rose“ von Amanda McBroom, welches vielleicht noch bekannter ist unter dem Titel „War ein Land“ mit dem Gesang von Peter Maffay, 1984 erschienen auf dem Album „Carambolage“.

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