TuS Versetal wartet auf Zusage für Leader-Projekt

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Volker Oßenberg vom TuS Versetal ist begeistert, wie weit das Mädchenfußball-Projekt seines Vereins bereits vorangeschritten ist. Der Papierkram bleibt ihm aber erhalten.

Werdohl - Zumindest ein Werdohler Projekt innerhalb der Leader-Region Lenneschiene hat inzwischen soviel Gestalt angenommen, dass Initiator Volker Oßenberg mehr als zuversichtlich ist, auch die letzte Hürde nehmen zu können, nachdem bei der Bezirksregierung grünes Licht für die Übernahme der Kosten signalisiert worden ist. Was noch fehlt, ist die Entscheidung des Leadervereins – und die soll am 7. September fallen.

Gemeint ist der zweitägige, auf 50 Teilnehmerinnen aus dem gesamten Lennetal begrenzte, kostenlose Workshop „Sie – Only for Girls! Auch Mädchen lieben Fußball – Stark am Ball, stark im Leben“. Bereits Ende Mai hatten Volker Oßenberg und Michaela Lemke ihre Idee detailliert im Rahmen eines Leader-Treffens im Werdohler Rathaus vorgestellt.

Beide sind stark innerhalb der Fußball-Jugendabteilung des TuS Versetal engagiert und haben sich planungstechnisch darauf festgelegt, diesen Workshop Ende Januar/Anfang Februar 2018 in der Dreifachturnhalle am Riesei, in der benachbarten Mensa, im Foyer der Gesamtschule und in einem der Klassenräume durchzuführen.

Unterstützung durch die Bürgermeisterin

„Bürgermeisterin Silvia Voßloh hat die Unterstützung der Stadt zugesagt“, freut sich Oßenberg und gerät ins Schwärmen, wie weit man mit den Vorbereitungen vorangekommen ist. Ein ausgebildeter Trainer in Sachen Anti-Mobbing, Stressbewältigung und Kommunikation hat seine Unterstützung zugesagt, genau wie ein Trainer auf dem Gebiet Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Ein Coach für die fußballerische Ausbildung der Mädchen der Jahrgänge 2002 bis 2006 für den ersten Tag konnte ebenfalls gewonnen werden – und auch die Zusage für seine weitere Unterstützung und Begleitung des Projektes liegt vor.

Von verschiedenen Vereinen, so Volker Oßenberg, gebe es eine Versicherung, eventuelle Fehlsummen abzudecken. Damit ist die Liste der Unterstützer längst nicht abgehakt. Betreuer des TuS Versetal werden beim Auf- und Abbau sowie bei der Durchführung des Workshops behilflich sein; die Stadtjugendpflege sei mit im Boot, genauso wie die Drogenberatungsstelle. Verschiedene Vereine – außer der FSV – wollen ihre Angebote für Mädchen deutlich machen, Eltern wollen helfen.

Ex-Bundesliga-Spielerin dabei

Der Grundstein für eine Trainings- und Ausrüstungsbörse sei gelegt, und eine Ex-Bundesliga-Spielerin – so Oßenberg – habe sich von der Idee dermaßen begeistert gezeigt, dass sie sich zur Mitwirkung entschlossen hat.

„Das Konzept basiert auf der Überlegung, dass Fußball der größte, denkbare Integrationsmultiplikator und Schlüssel zu Sprache und Gesellschaft ist“, betont Volker Oßenberg. Besonders Mädchen aus Flüchtlingsfamilien oder aus sozial benachteiligten Familien sollten sich von dem Angebot angesprochen fühlen.

Für Jungen gebe es reichlich Angebote, für Mädchen allerdings kaum. Lediglich der TuS Versetal unterhalte eine Mädchen-Fußballgruppe. Ansonsten sei das Lennetal bei Werdohl ein weißer Fleck auf der Landkarte des Mädchenfußballs. Deshalb gilt: Alle Interessentinnen – ob in einem Verein oder auch nicht – können teilnehmen. Die Schulen, so Oßenberg, werden auf das Projekt angesprochen, sobald die endgültige Zusage des Leadervereins erfolgt ist. Erwartet wird die für den 7. September.

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