Vermisster Kater nach 15 Monaten wieder da

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Susanne Späinghaus ist glücklich – jetzt kann sie wieder mit ihrem geliebten Kater Herrn Elmo schmusen.

Werdohl -  Es ist 16.30 Uhr am Dienstagnachmittag, als bei Familie Späinghaus das Telefon klingelt. Am anderen Ende meldet sich ein Mitarbeiter von der Tasso Tierregistrierung: „Wir haben ihren Kater Herrn Elmo gefunden.“ Die Familie kann es kaum glauben. „Es war so surreal“, beschreibt Andreas Späinghaus die Situation. Kein Wunder, immerhin war Herr Elmo vor 15 Monaten verschwunden.

Susanne Späinghaus erinnert sich noch gut an den Tag: „Es war am 4. September vergangenen Jahres. Morgens war er nicht da. Da hab ich noch gedacht, er kommt vielleicht später.“ Als sie nachmittags nach Hause kommt wird sie nicht vom Kater begrüßt, was ungewöhnlich ist. „Wenn mein Auto kam, kam er auch immer gucken.“ Auch abends fehlt jede Spur von der Samtpfote. Als er schließlich auch am nächsten Tag nicht auftaucht, macht sich Susanne Späinghaus mit Herrn Elmos’ Schwester Lisbeth auf die Suche – ohne Erfolg. Andreas Späinghaus schaut sogar in sämtlichen Müllcontainern nach, benachrichtigt alle Nachbarn, startet Suchaktionen in der Zeitung und im Internet. Doch der schwarz-weiße Kater bleibt unauffindbar.

Die Familie ist traurig, vermisst ihr Wollknäuel sehr. Während Susanne Späinghaus langsam die Hoffnung aufgibt, glaubt ihr Mann fest an ein Wiedersehen. Und er soll Recht behalten.

Vor zweieinhalb Monaten wird Herr Elmo auf dem Reiterhof Noelle gefunden. Dort soll ein Auto gekommen sein und das Tier einfach ausgesetzt haben, erfährt Familie Späinghaus später. Ein Mädchen nimmt sich des Tieres an, füttert es und gibt ihm ein neues Zuhause. Dann wird der Kater plötzlich krank und das Mädchen bringt ihn zum Tierarzt nach Lüdenscheid. Dort entdeckt der Veterinär eine Tätowierung am Ohr des Tieres. Eine Nachfrage bei Tasso führt schließlich zu Familie Späinghaus.

Schweren Herzens übergibt das Mädchen den Kater an seine Besitzer. Susanne Späinghaus verspricht dem Mädchen, ihr Herrn Elmo zurückzubringen, wenn er sich nicht mehr mit seinen drei tierischen Mitbewohnern verstehe. Denn neben dem schwarz-weißen Kater nennen die zickige Schwester Lisbeth, der schlaue rote Kater Enzo und der sympathisch trottelige Kater Rüdiger das Heim der Späinghauses ihr Zuhause.

Und tatsächlich sieht es anfangs danach aus, als könnte Herr Elmo nicht bleiben. „Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch war eine Katastrophe“, erzählt Susanne Späinghaus. Zwar habe sich Herr Elmo sofort wieder mit den beiden anderen Katern verstanden, mit seiner Schwester habe es jedoch gar nicht geklappt. „Es war ein Gefauche.“ Ein Problem sei, dass Herr Elmo keinen eigenen Platz mehr im Haus hat, da die anderen Katzen seine Plätze nach und nach für sich eingenommen haben.

Auch eine Blumenvase habe der wasserverrückte Kater, der früher auch gern mal den Badeschaum aus der Wanne „gelöffelt“ hat und eine große Schwäche für Bürsten aller Art an den Tag legte, gleich kaputt gemacht.

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen und die Situation hat sich entspannt. Abgeben will die Familie den Heimkehrer mittlerweile nicht mehr. „Es ist, als wäre er nie weg gewesen“, sagt Andreas Späinghaus. Die nächsten vier Wochen soll er aber das Haus nicht verlassen. „Er muss sich akklimatisieren “, erklärt Susanne Späinghaus.

Von Jana Peuckert

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