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Nächtliche Suchaktion im MK: Seniorin vermisst

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Von: Carla Witt

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Blaulicht
Die Besatzungen mehrerer Streifenwagen waren im Einsatz. Auch Feuerwehr und Privatpersonen suchten nach der Seniorin. © Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Polizei, Feuerwehr, Suchhunde und ein Hubschrauber waren am Freitagabend und in der Nacht im Einsatz, um eine vermisste Seniorin aus Werdohl zu finden.

Werdohl – Doch auch viele Privatpersonen beteiligten sich an der Suche nach der 77-Jährigen: „Es war beeindruckend, wie viele Werdohler mit Taschenlampen auf der Königsburg unterwegs waren“, lobt Feuerwehrchef Kai Tebrün, „den Zusammenhalt, den wir hier in Notsituationen immer wieder erleben“.

Feuerwehrchef lobt Zusammenhalt der Werdohler

Ganz besonders freut sich der Stadtbrandmeister aber über den glücklichen Ausgang der Suchaktion: Nach mehreren Stunden konnte die Seniorin gefunden werden – unverletzt und wohlauf.

Bereits am Nachmittag sei die 77-Jährige, die im Nachbarschaftshilfezentrum an der Oststraße im Stadtteil Königsburg wohnt, vermisst worden, berichtet Tebrün. Wie ein Polizeisprecher erklärte, begann gegen 19 Uhr die Suche, an der sich die Besatzungen mehrerer Streifenwagen beteiligten. Schon nach kurzer Zeit seien dann auch ein Hubschrauber und Suchhunde eingesetzt worden.

Suchhunde nimmt eine Fährte auf

Parallel dazu baten die Angehörigen der Vermissten auch die Werdohler Feuerwehr um Hilfe. „Und viele Kameraden haben mir mitgeteilt, dass sie sich unbedingt an der Suche beteiligen wollen“, unterstreicht Tebrün. Er nahm sofort Kontakt zur Einsatzleitung der Polizei auf. Doch nachdem ein Mantrailing-Hund in dem Waldstück zwischen Brüninghausstraße und Becke eine Fährte aufgenommen hatte, habe der Dienstgruppenleiter der Polizei die Feuerwehr zunächst im Zurückhaltung gebeten. „Wenn wir mit vielen Kameraden in das Waldstück gegangen wären, hätte der Hund die Fährte verlieren können“, beschreibt der Feuerwehrchef.

40 Feuerwehrleute beteiligen sich an der Suche

Weitere Suchhunde seien von der Polizei angefordert worden. Nach erneuter Rücksprache mit den Beamten entschied Stadtbrandinspektor Kai Tebrün gegen 22.30 Uhr den Löschzug Kleinhammer und die Löschgruppe Brüninghaus offiziell zu alarmieren, um sich außerhalb des Waldstücks an der Suche zu beteiligen. Knapp 40 Feuerwehrleute waren dabei, sie suchten nicht nur alle Straßen der Königsburg ab, sondern waren auch in der Stadtmitte entlang der Lenne unterwegs. Dabei trafen sie immer wieder auf Privatpersonen, die ebenfalls unterwegs waren, um die Seniorin zu finden.

„Wir haben jeden Winkel mit Taschenlampen abgesucht“, sagt Tebrün, der sich mit Blick auf alle Einsatzmaßnahmen mit seinem Stellvertreter Andreas Wäscher abstimmte.

77-Jährige auf einer Wiese an der Lenne entdeckt

„Je länger die Suche dauerte, desto größer wurden der Druck und die Angst, die Aktion irgendwann erfolglos abbrechen zu müssen“, schildert der Stadtbrandinspektor die Situation. Doch dann, gegen 1.50 Uhr, entdeckten Einsatzkräfte der Löschgruppe Brüninghaus eine Person. „Sie lag am Rand eines Gebüschs auf einer Wiese an der Lenne, unterhalb der Stadionstraße“, berichtet Tebrün. Auf Ansprache habe die 77-Jährige sofort reagiert, der sofort verständigte Notarzt konnte Entwarnung geben.

Für alle, die sich an der Suche beteiligt hatten, war das eine großartige Nachricht: „Man kann sich gar nicht vorstellen, welch eine Last in diesem Moment von einem fällt.“

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