Vermisste Frau vermutlich tot

Die Behörden leiteten sofort umfangreiche Suchmaßnahmen ein.

WERDOHL ▪ Die 80-jährige Frau aus Werdohl, die seit dem 28. Dezember des vergangenen Jahres vermisst wird, ist vermutlich tot. Mittwochmittag wurde eine weibliche Leiche obduziert, deren Identität war bei Redaktionsschluss aber noch nicht eindeutig geklärt.

Von Ute Heinze und Volker Heyn

Am Mittwochnachmittag endeckten Anwohner in der Nachbarstdt Altena in Höhe des Industriegebietes Schwarzenstein gegen 16.50 Uhr einen leblosen und stark verwesten Körper, der in der Lenne trieb. Zur Bergung der im schwer zugänglichen Uferbereich liegenden Leiche wurden Einheiten der Feuerwehr angefordert.

Mantrailer mit Spürhunden der Polizei und Suchmannschaften des Technischen Hilfswerkes aus Balve sowie ein Hubschrauber waren Ende des vergangenen Jahres in Werdohl im Einsatz, um nach der vermissten Seniorin zu suchen. Jedoch ohne Erfolg.

Am 29. Dezember des vergangenen Jahres hatten sich ein Mann bei den Beamten der Werdohler Polizeiwache gemeldet. Er zeigte den Beamten ein Foto vor, das offenbar einen auf dem Rücken treibenden Körper mit abgestreckten Gliedmaßen zeigte. Zudem gab der Zeuge an, beobachtet zu haben, dass der Körper über das Wehr an der Schlacht getrieben war. Die Polizei leitete mit der Feuerwehr sofort einen Großeinsatz ein. Ein Hubschrauber flog daraufhin im Sinkflug die Lenne ab. In Höhe des Eisenbahnviaduktes ließ die Werdohler Feuerwehr mit der Drehleiter das Motorboot zu Wasser, um an den Ufern zu suchen. Auch Taucher mit Echolot waren damals im Einsatz, um Auffälligkeiten aufzuspüren. Gefunden wurde allerdings nie etwas.

Die Werdohlerin wollte damals mit dem Bus von der Königsburg nach Lüdenscheid zum Einkaufen fahren und galt seitdem als vermisst. Ihre Angehörigen wurden gestern von den Behörden über den Leichenfund informiert und wurden damit vertraut gemacht, sich auf das Schlimmste einzustellen.

Oberstaatsanwalt Hans-Werner Münker und Polizeisprecher Norbert Pusch sprachen gestern davon, dass die Identifkation anhand von Schmuckstücken oder Kleidungsresten ebenso wie durch eine DNA-Analyse noch einige Zeit in Anspruch nehmen könne.

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