Rettungskräfte irren nach Falschmeldung durch das Versetal

Frontalcrash im Versetal: Zwei Frauen schwer verletzt - B229 wieder frei

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Der Mercedes kam erst kurz vor dem Verse-Ufer zum Stehen.

Werdohl [Update: 14:00] - Bei einem frontalen Zusammenstoß von zwei Pkw sind am Freitag gegen 11 Uhr zwei Frauen schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich im Einmündungsbereich Mühlenschlad und Versestraße.

An der Einmündung der Straße Mühlenschlad in die B 229 (Hauptstraße) stießen gegen 10.45 Uhr zwei Autos zusammen: Eine 59-jährige Werdohlerin am Steuer eines silberfarbenen BMW-Mini hatte auf die Bundesstraße fahren wollen, auf der eine 39-jährige Werdohlerin in einem dunkelblauen Mercedes-Kombi in Richtung Lüdenscheid unterwegs war.

Der Zusammenprall war so heftig, dass sich der Mini um die eigene Achse drehte und der Mercedes auf die andere Straßenseite geschleudert wurde, wo er noch einen Zaun durchbrach und zum Stehen kam, bevor er das Verse-Ufer hinunter rutschen konnte.

Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich aus zwei Gründen etwas schwierig. Die Mini-Fahrerin war so schwer verletzt, dass Feuerwehr und Sanitäter höchste Vorsicht walten lassen mussten, als sie sie aus ihrem Fahrzeug herausholten. Sie wurde anschließend mit dem ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 8 ins Unfallklinikum Dortmund-Nord geflogen.

Beide Fahrerinnen wurden schwer verletzt und noch in ihren Fahrzeugen vom Notarzt behandelt.

Mit der nicht ganz so schlimm verletzten Mercedes-Fahrerin konnten sich die Rettungskräfte nicht verständigen, weil diese nicht deutsch sprach. Den Plan, die Frau über die Beifahrerseite aus dem Auto herauszuholen und dafür die Tür auszubauen, verwarfen die Rettungskräfte wieder. Stattdessen wurde die Frau mit Hilfe eines Spineboards durch die Heckklappe des Autos gerettet. Mit einem Rettungswagen wurde sie schließlich in Kreiskrankenhaus Lüdenscheid gebracht.

Die Polizei schätzt den Schaden bei diesem Unfall auf 25 000 Euro. Beide Autos seien schrottreif, meinte ein Sprecher. Die B 229 war für gut zwei Stunden gesperrt, es bildeten sich in beiden Fahrtrichtungen lange Fahrzeugschlangen.

Für Verwirrung bei den Rettungskräften hatte die Unfallmeldung gesorgt. Ein Anrufer hatte als Unfallort die Einmündung Osmecke/Versestraße gemeldet, tatsächlich hatte sich Zusammenstoß aber 2,2 Kilometer von dort entfernt an der Einmündung Mühlenschlad/Hauptstraße ereignet. „Wie es zu dieser Falschmeldung gekommen ist, müssen wir noch aufklären“, sagte Feuerwehr-Chef Kai Tebrün.

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