Stadt will auf Gewerkschaft zugehen

Verkaufsoffener Sonntag in Werdohl steht weiter auf der Kippe

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Viele Menschen beim Einkauf in der Innenstadt – das wünschen sich die Einzelhändler auch für Sonntag. 

Werdohl - Langsam wird es wirklich eng: Am dritten Advent sollen die Geschäfte in der Innenstadt und im Bahnhofsviertel geöffnet werden, wenn parallel dazu der Werdohler Weihnachtsmarkt auf dem Brüninghaus-Platz stattfinden wird.

Doch das Verwaltungsgericht Arnsberg untersagt den verkaufsoffenen Sonntag in Werdohl: Die Gewerkschaft Verdi hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, dem die Kammer gefolgt war

Die Stadt wolle nun versuchen den verkaufsoffenen Sonntag noch zu retten, indem sie auf die Gewerkschaft zugeht. Das hatte Michael Grabs, der allgemeiner Vertreter von Bürgermeisterin Silvia Voßloh, am Montag erklärt. Am Dienstag hatte sich in dieser Sache allerdings noch nichts getan, berichtete Nina Jeßegus, die Sekretärin der Bürgermeisterin. 

Mit Verdi und den Kirchen abstimmen 

Damit die Geschäfte am Sonntag öffnen können, muss die Stadtverwaltung so schnell wie möglich eine neue ordnungsbehördliche Verordnung erlassen, die mit Verdi und den Kirchen abgestimmt ist. Erhebt die Gewerkschaft dagegen dann keine Einwände, muss das Verwaltungsgericht nicht erneut bemüht werden. Die Einzelhändler wären erleichtert, sie könnten ihre Geschäfte öffnen. Auch deren Mitarbeiter, die sich zum Teil schon vor Monaten auf die Sonntagsarbeit eingestellt haben, hätten endlich Planungssicherheit. 

Die Arnsberger Richter hatten übrigens beanstandet, dass räumlich klar festgelegt werden müsse, welche Geschäfte geöffnet werden dürfen und welche nicht. Die Formulierung, dass „alle Verkaufsstellen in der Innenstadt und im Bahnhofsviertel“ öffnen dürfen, reiche nicht aus.

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