Versuchter Mord aus Habgier und mit Heimtücke

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Vor dem Schwurgericht am Landgericht Hagen wird gegen den Neuenrader verhandelt.

Werdohl - Montag wird vor dem Schwurgericht am Hagener Landgericht gegen einen 34-jährigen Neuenrader verhandelt, der Anfang Dezember im Parkhaus der Werdohler Sparkasse einen 55-jährigen Werdohler mit einem Messer schwer verletzt haben soll. Dem Angeklagten wird versuchter Heimtücke- und Habgiermord in Tateinheit mit versuchtem schweren Raub und gefährlicher, weil mittels Waffe und einer das Leben gefährdenden Behandlung begangener Körperverletzung vorgeworfen.

Das Gericht beschreibt den Vorfall so: Der 34-Jährige soll sich am 9. Dezember in Werdohl gegen 8.30 Uhr dem zuvor aus der Sparkasse gekommenen Geschädigten in einem Parkhaus genähert haben. Als der Geschädigte sein Fahrzeug aufschließen wollte, soll der Angeklagte ihn plötzlich mit einem Messer angegriffen haben. In Tötungsabsicht soll er das Messer in den Hals des Geschädigten gestochen haben, um an Bargeld zu gelangen.

Als der Geschädigte versucht haben soll, den Angriff mit Reizgas abzuwehren, soll der Angeklagte das Messer erneut in Richtung Bauch des Geschädigten gestochen haben mit den Worten: „Gib mir das Geld, ich brauch es.“

Dabei soll der Angeklagte den linken Unterarm des Geschädigten verletzt haben, den der Geschädigte schützend vor seinen Bauch gehalten haben soll. Schließlich soll es dem Geschädigten gelungen sein, den Angeklagten mit Reizgas abzuwehren, sodass der Geschädigte fliehen konnte.

Der Geschädigte soll sich eine quer verlaufende, etwa drei Zentimeter lange und etwa zwei Zentimeter tiefe Stichwunde am Hals im Bereich des Kehlkopfes in unmittelbarer Nähe einer Arterie und eine fünf Zentimeter lange und drei Zentimeter tiefe, bis auf die Muskulatur reichende Schnittwunde am linken Unterarm zugezogen haben.

Die Tat Anfang Dezember war offensichtlich nicht allzu professionell durchgeführt worden. Der Mann war vom Tatort in der Werdohler Innenstadt zu Fuß über die Freiheitstraße in Richtung Plettenberger Straße geflüchtet und in einen Linienbus in Richtung Neuenrade eingestiegen. Den entscheidenden Hinweis ließ der Täter selbst zurück: Der auffallend große Mann, der bei der Tat eine Kapuze auf dem Kopf und einen blauen Rucksack auf dem Rücken trug, hatte bei seiner Flucht sein Handy verloren. Ein Zeuge gab das Mobiltelefon bei der Polizeiwache Werdohl ab.

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