Folge des Lockdowns?

Vergnügungssteuer: Einnahmen in Werdohl gehen deutlich zurück

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Spielhallen mussten weniger Vergnügungssteuer abführen. Auch die Stadt Werdohl hat im zweiten Quartal 2020 weniger Geld erhalten.

Werdohl – Die Einnahmen der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen aus der Vergnügungssteuer sind im zweiten Quartal dieses Jahres gegenüber den ersten drei Monaten deutlich zurückgegangen.

Das hat der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mitgeteilt. Auch Werdohl ist stark betroffen. 

Landesweit seien die Steuereinnahmen aus diesem Bereich gegenüber dem ersten Quartal 2020 um 46,7 Prozent zurückgegangen, vermeldet IT-NRW. Im Märkischen Kreis nahmen die Städte und Gemeinden sogar 59,6 Prozent weniger Geld aus der Vergnügungssteuer ein. Die Stadt Werdohl liegt da mit einem Rückgang um 34,7 Prozent eher im Mittelfeld. Plettenberg, Menden und Nachrodt-Wiblingwerde verloren mehr als 90 Prozent der Einnahmen. 

Einige Städte verzeichnen sogar Mehreinnahmen

Über die Ursachen für die Entwicklung sagt das Statistische Landesamt nichts. Alleine am Corona-Lockdown, von dem auch beispielsweise Spielhallen betroffen waren, kann es aber nicht liegen, dass weniger Vergnügungssteuer fällig wurde. Denn manche Städte verzeichneten im Vergleichszeitraum deutliche Mehreinnahmen. Auffallend ist da vor allem der Zuwachs von 696,4 Prozent in Kierspe. 

Für Werdohl bedeutet die Entwicklung einen Einnahmeausfall von rund 40 000 Euro gegenüber dem ersten Quartal 2020. Vergleicht man die Einnahme mit dem zweiten Quartal des Vorjahres, relativiert sich das Minus etwas: Gegenüber dem Zeitraum April bis Juni 2019 hat Werdohl nur rund 11 000 Euro (12,7 Prozent) weniger Vergnügungssteuer eingenommen. 

Steuer fließt ausschließlich in kommunale Kassen

Die Vergnügungssteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer, mit der in den Gemeinden veranstaltete Vergnügungen besteuert werden. Dazu gehört zum Beispiel der Betrieb von Geldspiel- und Unterhaltungsgeräten. Die Steuer wird von den Kommunen erhoben und fließt ausschließlich in ihre Kassen.

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