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Verfügbares Einkommen steigt: Werdohl dennoch kreisweit das Schlusslicht

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Von: Volker Griese

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Der direkte Einkommensvergleich zwischen den MK-Kommunen.
Der direkte Einkommensvergleich zwischen den MK-Kommunen. © Grafik: C. Christogeros

Im Jahr 2020 verfügte jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 23 201 Euro – im Märkischen Kreis waren es im Durchschnitt sogar 1825 Euro mehr. In Werdohl sieht das allerdings anders aus.

Werdohl/Neuenrade/Balve – Im Jahr 2020 verfügte jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 23 201 Euro – im Märkischen Kreis waren es im Durchschnitt sogar 1825 Euro mehr. Doch nicht alle 15 Städte und Gemeinden im Kreis liegen über dem Landesdurchschnitt. Vor allem in Werdohl ist das Durchschnittseinkommen deutlich geringer.

Die Zahlen hat Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt veröffentlicht. Demnach lag das verfügbare Einkommen je Einwohner in Werdohl bei durchschnittlich 21 217 Euro. Damit nimmt Werdohl den 355. Platz in der Auflistung ein – bei insgesamt 396 Städten und Gemeinden in NRW. Immerhin: Das Durchschnittseinkommen der Werdohler ist gegenüber 2019 um 393 Euro gestiegen, die Stadt hat sich im Ranking um zwei Plätze verbessern können. Die Gesamtsumme der Einkommen im Jahr 2020 betrug für Werdohl 375 Millionen Euro, was einen Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber 2019 bedeutet.

Leichtes Plus in Balve, Rückgang in Neuenrade

Deutlich höher ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in der Nachbarstadt Neuenrade. Die Statistiker beziffern es für das Jahr 2020 mit 28 279 Euro. Damit liegt Neuenrade auf dem landesweiten 16. Platz und hat sich trotz eines leichten Einkommensrückgangs um durchschnittlich 41 Euro gegenüber dem Jahr 2019 um drei Plätze verbessern können. Das Einkommen aller Neuenrader summierte sich im Jahr 2020 auf 335 Millionen Euro. Das waren drei Millionen Euro (1 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor.

Ebenfalls höher als in Werdohl, aber niedriger als in Neuenrade ist das durchschnittlich verfügbare Einkommen in der Stadt Balve: Dort liegt der Wert für das Jahr 2020 bei 25 926 Euro. Gegenüber 2019 konnte sich Balve um einen Platz auf Rang 689 verbessern, auch weil das Durchschnittseinkommen um 116 Euro gestiegen ist. Das Gesamteinkommen in der Stadt betrug 2020 rund 291 Millionen Euro und damit ziemlich exakt so viel wie ein Jahr zuvor. Der Einkommensrückgang gegenüber 2019 betrug lediglich 0,2 Prozent.

Spitzenreiter aus dem Märkischen Kreis

Zum Vergleich: Mit 34 687 Euro wies die Gemeinde Schalksmühle das landesweit höchste verfügbare Einkommen je Einwohner auf, gefolgt von Meerbusch (34 210 Euro) und Herdecke (31 778 Euro). Den letzten Platz nimmt die Stadt Gelsenkirchen (17 635 Euro) ein. Der Märkische Kreis rangiert mit einem Gesamteinkommen seiner Einwohner in Höhe 10,246 Milliarden Euro in der Liste der Verwaltungsbezirke auf dem achten Platz. Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen im Jahr 2020 in Nordrhein-Westfalen auf rund 416,1 Milliarden Euro. (+ 1,1 Prozent).

Die höchsten Zuwächse beim verfügbaren Einkommen im Vergleich zum Jahr 2019 ermittelte das Statistische Landesamt für Gelsenkirchen (+ 3,4 Prozent) und Monheim im Kreis Mettmann (+ 3,1 Prozent). Die stärksten Rückgänge aller Städte und Gemeinden des Landes ergaben sich für Schalksmühle (- 3,0 Prozent) und Sundern (- 2,3 Prozent).

Verfügbares und primäres Einkommen

Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker die Einkommenssumme, die den privaten Haushalten abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen durchschnittlich für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht. Es ist als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung der Gemeinden zu verstehen. Das Primäreinkommen der privaten Haushalte enthält die Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen, die den inländischen privaten Haushalten zugeflossen sind.

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