„Noch-Ehefrau“ bleibt Gericht fern

2,6 Promille hatte ein Angeklagter, der sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten musste.

WERDOHL ▪ Unübersichtlich ist das Wort, das sowohl den Tathergang als auch die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten beschreibt, der sich Dienstag vor dem Amtsgericht Altena wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten musste. Von Thomas Krumm

Der 41-Jährige soll am 11. September 2011 gegen 21 Uhr ohne Führerschein aber mit einer erkläglichen Menge Alkohol im Blut mit seinem Opel in Werdohl unterwegs gewesen sein. Zuerst soll er an der Berliner Straße gegen ein Verkehrsschild geprallt und schließlich in einen Zaun gekracht sein. Der entstandene Schaden soll sich auf rund 2000 Euro belaufen. Das Auto soll er zurückgelassen haben, bevor er sich, ohne den Unfall zu melden, zu Fuß auf den Daheimweg gemacht haben soll.

Die Polizei traf ihn später in seiner Wohnung an. Ein Bluttest zeigte einen Wert von 2,6 Promille. Anwesend sei auch seine Ehefrau gewesen – „meine Noch-Ehefrau“, wie der Angeklagte mehrfach betonte. Der Status der Frau war Richter Dirk Reckschmidt gleich – viel interessanter für den Verlauf der Verhandlung war für ihn die Tatsache, dass die Dame der Ladung des Gerichts nicht gefolgt war und der Zeugenstand somit verwaist blieb. Da der Angeklagte sich nicht einlassen wollte, musste der Richter das Verfahren aussetzen.

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