Kaninchenzüchter sehen optimistisch nach vorn

Erfolgreiche Züchter und Nachwuchszüchter mit ihren sehr unterschiedlichen Kaninchen, deren Gewicht zwischen einem und zwölf Kilo liegt (von links): Holger Günzel, Kimberly Teske, Dieter Rautenberg und Detlev Engelhardt.

WERDOHL ▪ Die heimischen Kaninchenzüchter schauen wieder mit Optimismus in die Zukunft. „Es hat wirklich etwas gebracht, auch mal etwas Negatives zu bringen“, sagte Martin Pache, Vorsitzender des Werdohler Vereins W445, am Rande der Leistungsschau, die am Wochenende in der Jahnturnhalle stattfand.

Vor einem Jahr habe der Verein „auf der Kippe“ gestanden, blickt Martin Pache im Gespräch mit dem SV zurück auf eine kritische Situation für die heimischen Züchter. Nachdem die Probleme publik geworden seien, habe es aber viel Solidarität und Unterstützung für den Verein gegeben. Offenbar habe niemand im Jahreskalender der Stadt jenen Termin vermissen wollen, an dem in der Voradventszeit die schönsten Kaninchen ausgestellt werden. Vier neue Züchter seien dem Verein seitdem beigetreten, noch während der Schau am Wochenende kam ein weiterer hinzu, berichtete Martin Pache. Auch bei der Vereinsjugend bewege sich etwas. So wurde Kimberly Teske als Jugend-Vereinsmeisterin ausgezeichnet, Udo Althoff bekam den Preis für den besten Rammler, Holger Günzel für die beste Häsin.

Bei den Erwachsenen wurde Udo Althoff Vereinsmeister. 385,5 von 400 möglichen Punkten gab die Jury seinem Burgunder. Knapp dahinter lagen Dieter Rautenberg mit seinem Deutschen Riesen weiß (ebenfalls 385,5 Punkte) und Holger Günzel mit seinem Widderzwerg (385 Punkte). In die Bewertung gehen das Gewicht, die Körperform, das Fell und besondere rassespezifische Merkmale ein, erklärt der Vorsitzende das Bewertungssystem.

Medaillen des Landesverbandes Westfälischer Rassekaninchenzüchter gab es am Wochenende für Detlev Engelhardt (Deutsche Klein Widder wildfarbig weiß) und Martin Pache (Röhnkaninchen).

Traditionell ist der November der bevorzugte Monat für die Kaninchenschauen. „Da haben die Tiere das beste Fell“, nennt Martin Pache den Grund und erläutert die aufsteigende Pyramide von den vielen Leistungsschauen vor Ort über die Bezirksschau in Iserlohn-Drüpplingsen hin zur Bundeskaninchenschau. Diese findet als „Europaschau“ am 8. und 9. Dezember in Leipzig statt. Teilnehmer sind Tausende von Züchtern mit rund 50 000 Kaninchen. „Da sieht man Rassen, die man hier nicht sehen würde.“ Für die Züchter ist der überregionale Austausch von Tieren enorm wichtig, da der Genpool der Langohren bei der Züchtung immer wieder aufgefrischt werden muss. ▪ thk

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