Verein Udoy: Werdohler engagieren sich für Bangladesch

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Die Werdohler Dirk Holtschmidt (3. von links), Thomas Jung (5. von links) und Wolfgang Rummeld (rechts) sind drei der acht Gründungsmitglieder des Vereins Udoy.

Werdohl - Eine Freundes-Gruppe, darunter drei Werdohler, gründete im Spätsommer des vergangenen Jahres einen gemeinnützigen Verein für mehr Engagement in Bangladesch.

Es begann mit einer Gruppe Männern – acht Freunde, darunter drei Werdohler, die sich seit Jahrzehnten kennen. Gemeinsam wollen sie helfen; dort, wo es gebraucht wird. Nun ist aus dieser Gruppe heraus ein gemeinnütziger Verein namens Udoy („Sonnenaufgang“) entstanden, der sich vorrangig für Bildung und das Gesundheitswesen in Bangladesch einsetzt. 

„Das ist alles ganz locker“, sagt Thomas Jung, Geschäftsführer von Augenoptik Jung aus Werdohl. Er ist eines der Gründungsmitglieder des Vereins Udoy, der im Spätsommer des vergangenen Jahres gegründet wurde.

Initiator kehrt immer wieder nach Bangladesch zurück

„Die Idee dazu kam aber von Siegfried Schmidt – er hat den Verein ins Leben gerufen“, erzählt Dirk Holtschmidt, ebenfalls Werdohler und Inhaber von Juwelier Holtschmidt.  Er ist der 2. Vorsitzende des Vereins und gehört zusammen mit dem Werdohler Wolfgang Rummeld, Kassierer, als Gründungsmitglied zum Vorstand. 

Siegfried Schmidt wohnt in Iserlohn und lernte vor vielen Jahren seine heutige Frau Helen kennen – in einem kleinen Dorf namens Tantar in Bangladesch. Immer wieder kehrte er mit ihr dorthin zurück und erzählte seinen Freunden anschließend von dem Leben und den Menschen dort.

"Der Kulturschock wäre wohl groß"

„Ich war bislang noch nicht da, möchte es aber – der Kulturschock wäre wohl sicher groß“, sagt Holtschmidt. „Es gibt dort viele arme und kranke Leute.“ Schmidt, der einzelne Schicksale und Bedürfnisse vor Ort kennt, sensibilisierte seine Freunde für diese. „Wir haben dann immer öfter einige Projekte aus eigener Tasche unterstützt“, sagt Jung. 

Unter anderem seien Prothesen angeschafft und Operationen bezahlt worden. Brillen, die in der Sehstärke verstellt werden können, haben die Freunde ebenfalls mitfinanziert: „Für die Leute dort muss das ein Aha-Erlebnis gewesen sein, das kann man kaum nachvollziehen“, erzählt Optikermeister Thomas Jung. 

Mit wenig Geld viel bewegen

„Es ist toll, dass man mit verhältnismäßig wenig Geld so viel helfen kann“, sagt Holtschmidt. Daher sei auch die Gründung des gemeinnützigen Vereins zustande gekommen: „Wir wurden schon öfter auf Spenden angesprochen. Und dass es einfacher wäre, wenn das auf offiziellem Weg läuft.“

Kinder einer Schulklasse in Tantar freuen sich über die Anschaffung zahlreicher Schulmaterialien, Uniformen und Bälle zum Spielen.

Auf Schmidts Antrieb hin fanden sich die acht Freunde zusammen und gründeten Udoy. Damit konnten sie unter anderem bereits eine öffentliche Bücherei in Tantar einweihen und die dort ansässige Schule durch zahlreiche Anschaffungen unterstützen.

Außerdem soll eine Art Schule für Diabetiker entstehen – „viele der Menschen dort wissen nicht richtig mit der Krankheit umzugehen und so kann ihnen geholfen werden“, sagt Jung.

Spendenkonto

Verein „Udoy e.V.“, Siegfried und Helen Schmidt, Anemonenweg 33, 58638 Iserlohn. Tel. 0 23 71/35 03 98, E-Mail: UDOY@gmx.de; Spendenquittungen werden ausgestellt. Spenden auf folgendes Konto: IBAN: DE 1044 5500 4500 0700 8048

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